Pflanzen benötigen für ein optimales
Wachstum wichtige Nährstoffe und eine giftfreie Umgebung.
Kalium, Stickstoff und Phosphor, die drei Hauptelemente, sind im
Kaffeesatz in ausreichender Menge enthalten, zudem ist er absolut
umweltverträglich, frei von Schadstoffen und dazu praktisch
umsonst - da kann kaum ein anderer Dünger mithalten.
Wenn größere Mengen Kaffeesatz in
regelmäßigen Abständen unter die
Pflanzenerde gemischt werden, kann hierdurch Stickstoffmangel
verhindert werden. Dadurch können die Pflanzen richtig wachsen
und einer Blattverfärbung wird vorgebeugt. Die
Kaliumversorgung durch den Kaffeesatz hilft vor allem älteren
Pflanzen, da das Absterben von Blättern, das durch
Kaliummangel verursacht wird, verhindert wird. Der Phosphor
fördert den Stoffwechsel der Pflanzen und somit auch
Blüten- und Wurzelwachstum sowie die Samenbildung.
Auch Regenwürmer mögen Kaffeesatz und werden davon
angezogen. Regenwürmer sorgen für einen gesunden
Boden, indem sie sich durch das Erdreich graben. Sie lockern die Erde
dabei auf und hinterlassen humusreichen Kot, der den Pflanzen weitere
wichtige Nährstoffe liefert. Aufgrund der Wirkung auf
Regenwürmer ist Kaffeesatz auch für Komposthaufen
ideal geeignet.
Ein weiterer Vorteil von Kaffeesatz ist sein pH-Wert. Kaffee gilt als
leicht sauer, wodurch er den pH-Wert der Erde senkt, in die er
verarbeitet wird. Dies ist vor allem bei Haushalten mit kalkhaltigem
Wasser und bei Pflanzen, die sauren Boden bevorzugen, sinnvoll, so zum
Beispiel bei Moorbeeten.
Pflanzen, die mit Kaffeesatz statt handelsüblichem
Dünger gedüngt werden, werden zudem weniger von
Schädlingen und Ungeziefer befallen. Da eine
Überdüngung mit Kaffeesatz nicht möglich
ist, saugen sich die Pflanzen nicht voll und bieten somit weniger
Nährboden für Parasiten.
Auch Schnecken werden von mit Kaffeesatz durchwirkter Erde
ferngehalten. Schnecken leiden unter einer erhöhten
Schleimproduktion auf der bearbeiteten Erde und können bei der
Aufnahme von Kaffeesatz sogar verenden.
Kaffeesatz sollte wenn möglichst trocken weiterverarbeitet
werden. Nasser Kaffeesatz neigt zu Schimmelbildung, was den Pflanzen
schaden kann. Gelagert wird er daher am besten offen in einem
großen Behältnis. Um ein Beet ausreichend zu
versorgen, sollte der Kaffeesatz mehrerer Kannen gesammelt werden. Am
besten eignet er sich zum düngen von Rosen, Geranien,
Hortensien, Azaleen, Rhododendren und Engeltrompeten.
Wenn im Haushalt nicht genug Kaffeesatz anfällt, um alle
Pflanzen ausreichend zu düngen, kann einem meist in der
umliegenden Gastronomie weitergeholfen werden, der dort anfallende
Kaffeesatz in den meisten Fällen erstmal gesammelt und nicht
direkt entsorgt wird.