Pferdemist ist ein hervorragender Dünger, da er nicht nur biologisch abbaubar, sondern auch noch absolut ungefährlich für Kinder, Tiere und Pflanzen ist. Außerdem bekommt man Pferdemist auf dem Land fast überall, die Halter sind meist froh, wenn man ihnen ein wenig davon abnimmt. Durch das große Vorkommen ist Pferdemist auch weitaus günstiger als chemische Düngemittel.
Die Ausscheidungen der Tiere sind reich an Mineralstoffen und Zellulose, Dinge, die alle Pflanzen zum Gedeihen unbedingt benötigen. Besonders empfindliche und anspruchsvolle Gewächse wie Rosen und Erdbeeren profitieren daher sehr stark vom Düngen mit Pferdemist.
Beim Kauf von Pferdemist helfen vor allem persönliche Beziehungen. Fährt man schlichtweg von Hof zu Hof und erkundigt sich nach den Preisen, so wird man meist viel zu viel für den natürlichen Dünger bezahlen. Besser ist es, sich bei Freunden oder Bekannten zu erkundigen, ob diese wiederum einen Pferdebesitzer kennen. Dann erhält man den gewünschten Mist meist zu einem fairen Freundschaftspreis oder vielleicht sogar umsonst. Vom Kauf im Fachhandel ist dringend abzuraten, hier sind die Preise einfach viel zu überteuert.
Bevor man ein Angebot annimmt, sollte man sich vergewissern, dass der Dünger auch wirklich frisch ist. Mist, der sich schon halb zersetzt hat, bringt den Pflanzen nicht wirklich viel. Zudem sollte man abklären, ob der Verkäufer den Mist liefert oder ob der Dünger selbst abgeholt werden muss. Selbstabholer dürfen den Kaufpreis ruhig etwas drücken.
Wie gedüngt wird, hängt ganz von der jeweiligen Pflanze ab. Hat man einen Gemüsegarten, so darf man sehr großzügig mit der Gabe des Düngemittels sein. Der Pferdemist wird auf die Pflanzen aufgeschüttet, ohne sie dabei zu beschädigen und anschließend leicht eingearbeitet. Hierbei sollte aber wirklich nur einige wenige Zentimeter tief gegraben werden.
Rosen sind da schon um einiges pflegeleichter. Ihnen genügen ein bis zwei Schaufeln Mist, die locker um den Stock herum aufgeschichtet werden. Eine Einarbeitung in den Boden ist nicht erforderlich.
Pferdemist macht sich auf Frühbeten sehr gut. Bei der Zersetzung des Düngers entsteht nämlich Wärme, die den Pflanzen zu dieser Jahreszeit natürlich sehr gut bekommt. Aber auch im Herbst in der Mist ein hervorragender Gartenhelfer. Er kann statt Reisigzweigen oder künstlichen Abdeckungen verwendet werden, um einzelne Pflanzen vor Frost zu schützen.
Für den Gärtner hat diese Verwendung den Vorteil, dass die Pflanzen im Frühjahr nicht erst mühsam vom Deckmaterial befreit werden müssen. Der Mist baut sich allmählich ab und ist nach dem Winter kaum mehr vorhanden. Beim Düngen mit Pferdemist gilt auf jeden Fall immer die Regel: viel hilft viel. Eine Überdüngung ist absolut nicht möglich.
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