Die Kunst des Rosenzüchtens
Die Rose galt schon in der griechischen Antike als eine
besonders
beliebte und heilige Pflanze. Aphrodite hatte sie als die ihr heilige
Blume auserkoren. Auch in der indischen, japanischen und nordischen
Kultur wird die Rose seit Jahrtausenden kultisch verehrt.
Rosenblätter werden auch heute noch in indischen Tempelritualen
eingesetzt.
So ist es kein Wunder, dass die Kunst der Rosenzüchtens
wundervolle Blüten trägt. In vielen Ländern der Erde
werden Jahr für Jahr neue Rosen-Schönheiten gezüchtet
und auf dem Markt angeboten. Mit den neuen Züchtungen haben sich
im Laufe der Zeit auch die Blüheigenschaften der Rosen immer
weiter verbessert.
Welcher Dünger eignet sich für Rosen?
Freude an den edlen Gewächsen erfordert bei Rosen eine
besonders
sorgfältige Pflege. Neben ausreichend Licht und Wasser brauchen
Rosen Jahr für Jahr eine ausgewogene Düngung. Ohne
ausgewogene und ausreichende Düngung, verlieren Rosenstöcke
ihre Blühkraft und treiben nur noch spärliche Blüten.
Der optimale Rosendünger sollte aus etwa 10 Prozent
Stickstoff und
5 bis 6 Prozent Phosphor bestehen. Außerdem brauchen Rosen zum
gedeihen ausreichend Kalium. Auch Eisen, Magnesium und Schwefel tragen
zur Blühkraft der Rose bei.
Idealerweise sollten der Rose all diese Nährstoffe in Form
von
organischem Dünger zugeführt werden. Besonders gute
Blühergebnisse werden seit Jahrtausenden mit Pferdemist erzielt.
Als organischer Dünger hat sich ebenfalls Blaukorn, Hornspäne
und abgelagerter Kompost bewährt.
Faktisch sind indes diverse handelsübliche Rosendünger auf
mineralischer Basis die am häufigsten eingesetzten
Rosendünger. Pferdemist für seine Rosen zu organisieren,
erweist sich für viele Rosenliebhaber als zu aufwändig. Doch
nach wie vor gilt der Einsatz von mineralischem Rosendünger unter
Rosenzüchtern nur als Notlösung. Insbesondere, so raten sie,
sollte bei Jungpflanzen auf mineralischen Rosendünger verzichtet
werden.
Ältere Rosenstöcke dagegen werden als weniger anspruchsvoll
eingeschätzt. Einig sind sich Handel, die große Schar an
Rosenliebhabern und Rosenzüchter nur darin, dass bei mineralischem
Dünger sehr sorgfältig auf die Dosierung zu achten ist. Ein
Zuviel an mineralischem Dünger fügt den Wurzeln des
Rosenstocks Schaden zu.
Wann und wie oft sollen Rosen gedüngt werden?
Rosen gedeihen und blühen am besten, wenn ihnen im Laufe des
Jahres mehrmals kleinere Dosen an Dünger beigebracht werden. Die
jährlich erste Düngung findet im Frühling zu Beginn der
Wachstumsperiode statt.
Nach der ersten Blüte (im Juni / Juli) empfiehlt sich die Gabe von
Blaukorn. Sollte Blaukorn nicht verfügbar sein, muss für die
zweite Düngung auf mineralischen Dünger zurückgegriffen
werden.
Im Herbst, wenn der Rosenstock winterfest gemacht wird, tut
ihm die
Gabe von Kalk in der Regel gut. Für diesen Zweck wäre es
optimal, wenn vor der Gabe von Kalk der PH-Wert des Bodens gemessen
wird.
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