Wie alle anderen Pflanzen benötigen auch
Wasserpflanzen ständig neue Nährstoffe, um wachsen
und gedeihen zu können. Doch während man im Garten
durch die Gabe von Kompost und anderem Dünger für
Nachschub sorgen muss, ist es für die Pflanzen in einem
Gartenteich selten nötig, einen speziellen
Wasserpflanzendünger zu geben. Im Gegenteil: Die meisten
Fachleute sind der Meinung, dass Düngergaben hier mehr schaden
als nützen.
Während Gartenpflanzen dem Boden Nährstoffe
entziehen, die sich nicht von selbst wieder regenerieren, bestehen im
Gartenteich Bedingungen, die zur Folge haben, dass oft mehr
Nährstoffe im Wasser vorhanden sind, als dem Biotop gut tut.
Abgestorbene Pflanzenteile, Kleinstlebewesen, die Ausscheidungen der
Fische oder auch Futterreste können dazu führen, dass
der Stickstoffgehalt des Teichwassers zu hoch ansteigt. Dann bilden
sich vermehrt Algen, die den gesamten Teich in Beschlag nehmen. Im
schlimmsten Fall kippt das Wasser um und alles Leben im Gartenteich
erstirbt.
Wenn Wasserpflanzen nicht recht wachsen wollen, liegt das fast immer an
einem gestörten Gleichgewicht des Teichbiotops und nicht
daran, dass ein Mangel an Nährstoffen herrscht. Die Gabe von
Wasserpflanzendünger käme nicht den Pflanzen zugute,
für die er eigentlich gedacht ist, sondern den Algen, die
bereits zuvor die Ursache dafür waren, dass die Wasserpflanzen
in ihrem Wachstum behindert sind. Deshalb besteht die wichtigste
Maßnahme zur Förderung des Pflanzenwachstums nicht
darin, einen Wasserpflanzendünger zu verabreichen, sondern die
wuchernden Algen aus dem Teich zu entfernen.
Manchmal auch sind Wasserpflanzen
„blühfaul“, weil der Teich insgesamt zu
wenig Sonne bekommt. Dann sollte man beschattende Gewächse in
der Nähe des Teiches entfernen oder solche Wasserpflanzen
wählen, die auch ohne direktes Sonnenlicht auskommen.
Wer sich aber doch dafür entscheidet, einzelne Pflanzen, wie
zum Beispiel die Wasserhyazinthe oder die nährstoffhungrige
Seerose, durch gezielte Gaben von Wasserpflanzendünger zu
unterstützen, dem sei angeraten, den Dünger nicht
direkt ins Wasser zu geben, sondern die entsprechenden Pflanzen
herauszunehmen, in einen Bottich zu setzen und dort zu düngen.
Haben sie dann die wichtigen Nährstoffe aufgenommen,
können sie wieder in den Teich verpflanzt werden.
Im Handel erhältlich sind unter anderem Düngerkugeln
oder Düngerriegel, deren Inhaltsstoffe ausgewählte
Pflanzen gezielt düngen und ihnen die Kraft geben, zu wachsen
und zu blühen.
Diese Wasserpflanzendünger können auch in der
Nähe der zu düngenden Pflanzen im Boden des Teiches
vergraben werden, wo sie sich langsam auflösen und
über einen Zeitraum von mehreren Monaten ihre
Nährstoffe, Spurenelemente und Mineralien abgeben.
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