paar Jahren wieder die Wohnzimmer, Wintergärten und vereinzelt
sogar Gärten unserer Region. Die Banane gehört zu den
Bananengewächsen und als solches gibt es um die 100
verschiedenen Arten. Einige bilden Früchte aus, (Vorsicht
– nicht alle sind essbar!), andere wiederum bleiben komplett
fruchtlos, werden als Zierbananen angeboten.
Entscheidet man sich für eine Bananenpflanze im
Zimmer oder Wintergarten, sollte man bedenken, dass diese Pflanzen eine
beachtliche Höhe erreichen. Selbst die Zwergbananen bringen es
teilweise bis auf stattliche 2 Meter. Zudem möchten sie sonnig
stehen und mit hoher Luftfeuchtigkeit versorgt sein. Auch wenn die
Banane, was Wasser und Nährstoffe betrifft, ein echter
„Schluckspecht“ ist, muss Staunässe auf
jeden Fall vermieden werden. Ebenfalls empfindlich reagieren Bananen
auf Zugluft und Temperaturen unter 15°C. Sind die
Haltungsbedingungen allerdings optimal, wachsen sie nicht selten bis zu
1 cm am Tag und bilden jede Woche ein neues Blatt aus. Fruchtentwickler
können dann auch nach 5 bis 6 Jahren das erste Mal
Früchte tragen.
Eine Ausnahme der tropischen Familie bilden die Japanische
Faserbanane oder auch Musa basjoo genannt und ihre Verwandte, die Musa
balbisiana aus dem asiatischen Hochland. Beiden Arten gelten als
frosthart, sollten dennoch einen zwar sonnigen, dennoch
geschützten Platz im Garten erhalten. Unter guten Bedingungen
werden diese Bananen bis zu 4,50 Meter. Wie der Name schon sagt, wird
sie in Asien zur Fasergewinnung angebaut und trägt keine
essbaren Früchte.
Der Handel bietet mittlerweile junge Bananenpflanzen, wie aber
auch Samen zur Selbstzucht an. Die Samenzucht erfordert meist Geduld
und ein gutes Gedächtnis. Zuerst sollten die Samen zwei bis
drei Tage vorquellen, dann am besten in ein Minigewächshaus,
Keimbeutel oder eine Keimbox in Kokohum betten. (Kokohum ist ein
torffreies Pflanzsubstrat.) Nun heißt es warten, Erde feucht
halten und aller 2-3 Tage für ca. 30 Minuten lüften.
Manche Keime schlagen bereits nach wenigen Wochen aus, aber es kann
auch bis zu einem Jahr dauern, eh sich das erste Grün zeigt.
Erfolgsversprechender scheint das Abkindeln oder Vereinzeln zu sein. Im
Bodenbereich bilden sich kleine Ableger an der Mutterpflanze. Schon um
diese nicht im Wachstum zu behindern, sollten die kleinen
Bananenpflanzen sorgfältig und sanft getrennt werden. In der
Regel ist der richtige Zeitpunkt gekommen, wenn die Jungpflanze 2
Blätter ausgetrieben und ein paar eigene Wurzeln gebildet hat.
Die Jungpflanze kann dann in einen eigenen Topf gesetzt werden.
Zur Keimbildung stellt man den Samen an einen schattigen Platz, die
Jungpflanzen werden, um Verbrennungen zu vermeiden, langsam an direkte
Sonne gewöhnt. Als
Pflanzsubstrat für Bananen hat sich im Allgemeinen
übrigens Palmenerde als geeignet erwiesen.
Sie
können mehr Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns
auf Ihre Tipps: