Pünktlich zum Frühjahr bringt der Postbote
einige Gartenkataloge vorbei. Beim Durchblättern wird einigen
sicherlich auch die herrliche Bananenstaude auffallen. Solche Stauden
kann man auch in Gärtnereien und sogar in Baumärkten
kostengünstig erwerben.
Die Bananenstauden sind winterhart und können sowohl im
Freiland, als auch im Kübel gepflanzt werden. Entscheidet man
sich für die Kübelpflanzung sollte man einen
ausreichend großen Kübel auswählen und in
diesen eine Drainage legen, denn die Bananenstaude verträgt
keine Staunässe. Als Pflanzerde nimmt man einen
nährstoffreichen Boden, der gut lehmig ist.
Bis zum Sommer hin wächst die Banenstaude, da ist es ratsam,
sie einmal im Monat zu düngen. Dafür eignet sich
Flüssigdünger genauso gut wie Blaudünger.
Nicht vergessen darf man, dass man die Bananenstaude alle 2 Jahre
umtopfen sollte. So wächst sie am besten und kann eine
stattliche Höhe erreichen. Nach mehreren Jahren kann die
Bananenstaude ihren Besitzer sogar mit ihrer Blüte belohnen.
Damit sie aber Früchte ausbildet, sollte die Bananenstaude im
Warmen stehen.
Aus dem Wurzelballen heraus wachsen die Ableger der Staude. Da es sich
bei der Banane um eine Staude handelt, kann man diese Ableger an der
Wurzel belassen. Es ist aber auch möglich, aus diesen Ablegern
neue Stauden zu ziehen. Hobbygärtner warten in der Regel
solange, bis der Ableger gute 30 cm groß geworden ist. Dann
trennt man ihn mit einem scharfen Messer von der Mutterpflanze ab. Die
Schnittstelle betupft man mit einem Gemisch aus Kohletablettenpulver
und Wasser und setzt den Ableger nun in einen kleinen Blumentopf. Auch
hierbei ist wieder Geduld angesagt, denn die Ableger müssen
sich erst festigen. Ihr Wachstum ist deshalb erst nach einigen Wochen
zu sehen.
Nicht soviel Glück dürfte man dagegen damit haben,
wenn man die Ableger ins Wasser stellt, denn dort fangen die
Schnittstellen schnell an zu faulen. Hat man jedoch Glück und
einer der Ableger fängt an zu wurzeln, wird auch er in einen
passenden Topf umgesetzt. Eigentlich sind Bananenstauden unkomplizierte
Gewächse. Man muss sie nicht zurückschneiden.
Verwelkte Blätter können einfach weggeschnitten
werden.
Überwintert man die Banane dagegen im Freien, muss man
beachten, dass nur ihr Stamm und ihr Wurzelballen winterhart sind.
Nachdem es den ersten Frost gegeben hat, werden die Blätter
braun und unansehnlich. Nun kann man den Stamm kürzen und mit
Vlies- oder Bastmatten umwickeln. Zusätzlich sollte man die
Pflanze vor Bodenfrost schützen. Dazu eignet sich eine dicke
Schicht aus Rindenmulch rund um die Pflanze. Auch hierbei muss man
darauf achten, dass die Pflanze noch atmen kann. Staunässe
wird ihr Herz, den Wurzelballen angreifen und ihn zerstören.
Hobbygärtner decken ihre großen Pflanzen gern mit
Styroporplatten, auf die sie Rindenmulch aufschichten, ab.
Erst wenn die Eisheiligen vorüber sind, kann man diese
Schutzschicht gefahrlos wegräumen. Stellt sich dann die
Wärme ein, treibt die Staude erneut aus und beginnt zu wachsen. Steht die Pflanze in der Wohnung ist der Rückschnitt nicht
erforderlich, die Pflanze wächst in diesem Fall normal weiter.