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Gartengemeinschaft - Pflanzenvermehrung - Bromelie vermehren / Ableger

Bromelie vermehren / Ableger





Feste Blätter in einem satten grün kränzen sich um den Mittelpunkt einer besonders faszinierenden Pflanze. Zungenförmig oder dreieckig schließen sie Blüten ein, die in Form und Farbe einzigartig sind, zu einem natürlichen Blickfang werden und Wissenschaftler, Pflanzenzüchter und Hobbygärtner gleichermaßen seit Generationen beeindrucken. Etwa 3000 Pflanzenarten gehören zur umfangreichen Familie der Bromelie, werden erforscht oder verschönern einfach Wohnräume. Eine Bromelie nicht nur am Leben zu erhalten, sondern auch noch Ableger zu gewinnen, sie zu vermehren, ist das Ziel aller Bromelienzüchter.

Wie das geht, wird nun mit einigen Tipps aufgeführt.

Vermehrung der Bromelie

Unter angemessenen Voraussetzungen und mit der richtigen Pflege gedeihen Bromelien auch als Zimmerpflanzen und einer Vermehrung dieses Liebhaberstücks steht nichts im Wege. Eine Bromelie benötigt viel Licht, aber keine pralle Sonne und hat als tropische Pflanze angenehme Zimmertemperaturen und viel Luftfeuchtigkeit besonders gern.

Das Wasser sollte immer direkt ins Phytotelma (den Blatttrichter) gegossen werden, in dem immer etwas Wasser stehen sollte.

Diese Pflegebedingungen dankt eine Bromelie ihrem Besitzer mit einer wunderschönen und farbenprächtigen Blüte. Sobald die Pflanze anfängt zu verblühen, sorgt sie für Nachwuchs. Zwischen den Blättern bilden sich so genannte Kindel, die als Ableger genutzt werden können. Auch diese Kindel haben kleine Phytotelmata. Der eifrige Bromelienzüchter sollte sofort darauf achten, dass auch die Kindel immer genug Wasser in ihrem Blatttrichter haben, damit sie sich gut entwickeln können.

Warten lohnt sich hier besonders. Die Kindel dürfen nicht zu früh von der Mutterpflanze abgetrennt werden. Erst wenn die Bromelie vollkommen verblüht, sollten die Kindel eigene Erde bekommen. Vorher sind die begehrten Ableger noch nicht ausgereift, die Überlebenschancen des kleinen Bromeliennachwuchses sind noch zu gering. Mit einer ebenso sorgfältigen Pflege, wie sie die Mutterpflanze genossen hat, kann auch der Ableger gedeihen, selbst Blüten tragen und sich fortpflanzen.

Ein Pflanzenliebhaber, der weiß, was eine Bromelie zum Leben braucht und sich liebevoll und sorgsam um das exotische Gewächs kümmert, wird mit der Pflege und der Vermehrung der Bromelie keine großen Probleme haben. Denn Bromelien sind generell pflegeleichte und dankbare Pflanzen, die ihre Besitzer mit einer langen und farblich intensiven Blütezeit erfreuen. Zwar muss eine Bromelie nach dem Verblühen entsorgt werden, aber mit der richtigen Pflege ist problemlos für Pflanzennachwuchs gesorgt.

Die Bromelie: Hintergründe und Geschichte

Entdecker und Pionierforscher brachten das exotische Gewächs vor einigen Jahrhunderten ins europäische Bewusstsein. Christoph Kolumbus führte 1493 die Ananas vom amerikanischen Kontinent nach Europa ein. Seitdem gelten Bromelien auch als Ananasgewächse. Die exotische Pflanze erregte auch die Aufmerksamkeit großer Pionierforscher wie Alexander von Humboldt, die entscheidend dazu beitrugen, die Bromelie so begehrt und beliebt zu machen, wie sie heute ist. Die facettenreiche Pflanze hat ein riesiges Verbreitungsgebiet, das vom Süden der USA bis nach Südamerika reicht. Es gibt epiphythische Bromelien, die etwa auf anderen Bäumen wachsen und terrestrische Bromelien, die auf der Erde mit festem Wurzelwerk gedeihen.


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