Wer von einer Efeupflanze Ableger ziehen möchte, kann
eigentlich gar nichts falsch machen, denn der Efeu ist nicht nur
robust, sondern auch sehr wuchsfreudig. Efeu zählt zu den
Araliengewächsen und zur Gattung der Hedera. Es gibt sechs
verschiedene Arten, die fast auf der ganzen Welt verbreitet sind: in
Europa, Asien, im fernen Osten, auf den Kanaren und sogar in den
Hochlagen des Himalaya-Gebirge. Daran kann man sehen, dass der Efeu
eine ausgesprochen zähe, genügsame Pflanze ist.
Efeu ist winterhart, benötigt kaum
Nährstoffe im Boden, keinen besonderen Standort und kommt mit
jedem Klima zurecht. Er wächst sogar an manchen Orten, wo
andere Pflanzen eingehen würden. Hierzulande ist er praktisch
überall anzutreffen: als Bodendecker in Parks, als
Kletterpflanze auf Felsen, an Hauswänden und Bäumen,
im Wald, auf Lärmschutzmauern entlang der Autobahn, aber auch
als Zierpflanze in Haus und Garten.
Um Ableger der Pflanze zu ziehen, schneidet man einfach eine
oder mehrere kleinere Ranken ab. Das schadet der Pflanze nicht, man
kann also ruhig an vielen Stellen schneiden. Ideal sind Ranken, die
noch nicht verholzt sind und noch keine oder nur junge Haftwurzeln
gebildet haben. Es sollten sich keine Blüten oder
Früchte an den Ablegern befinden.
Zu beachten ist, dass alle Efeusorten giftig sind. Menschen mit
empfindlicher Haut sollten daher beim Hantieren mit der Pflanze
Handschuhe tragen, da es sonst zu allergischen Reaktionen mit Ausschlag
und Nesselsucht kommen kann.
Die Ableger sollten ca. 10-15 Zentimeter lang sein. Einfach
alle Blätter bis auf zwei oder drei an der Spitze entfernen,
in ein Glas mit Wasser stellen und schon nach 1-2 Wochen bilden sich
Wurzeln. Sind diese ca. 2 Zentimeter lang, kann man die frischen
Stecklinge bereits einpflanzen. Entweder im Blumentopf oder im Freien.
Bei der Wahl des Standorts ist zu beachten: Efeu darf wegen seiner
Giftigkeit nicht in Reichweite von Kindern sowie Haus- oder Nutztieren
gepflanzt werden!
Wichtig ist auch: Efeu wächst schnell und
kräftig. Je nach Platzangebot klettert er bis zu 20 Meter in
die Höhe! Dabei bildet er Haftwurzeln aus, die manchem
Hausbesitzer ein Dorn im Auge sind, weil sie sich in Putz und Beton
eingraben. Auch bei Baumbesitzern ist der Efeu nicht beliebt, denn die
Kletterpflanze bildet im Laufe der Jahre holzige Stämme aus,
die Ranken verhärten sich und können einen Baum daher
regelrecht „erwürgen“.
Besonders schön wirkt Efeu als natürlicher
Sonnenschutz, wenn man eine Pergola damit komplett zuwachsen
lässt, oder als immergrüner Sichtschutz an
Zäunen zwischen Grundstücken. Singvögel
schätzen solche dichten Efeupflanzungen übrigens sehr
als Nistplätze.
Sie
können mehr Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns
auf Ihre Tipps:
Leser-Kommentare
(5)
Püppi
(06.10.2011 14:34:31)
Interessant. Informativ. Hilfreich.
Wird hoffentlich schön im Zimmer. :)
K.T. Unter 14
(14.07.2011 15:12:45)
Sehr hilfreich ;D.
Hier in unserer Familie bin nämlich ich die, die sich mit den Pflanzen beschäftigt und ich mache mir ein asiatisches zimmer jetzt kann ich mir also doch ne Wand mit Efeu zuwachsen lassen xD.
Sebastian F. A. Henze
(06.06.2010 15:15:36)
Hier steht in dem Artikel das man Efeu auch als Sonnenschutz an eine Pergola überwachsen lassen kann. Doch ich dachte doch eigentlich das der Efeu prinzipiell ein Schattengewächs ist was lieber im Schutz des Waldes oder halt auch dauerhaft an Schattenplätzen wächst. Was stimmt denn nun. Als Sonnenschutz kann man doch dann den Efeu nicht nutzen?
Frosch
(10.12.2009 17:24:25)
Guter Artikel.
Aber kann man jede Art von Efeu im Zimmer halten?
K.F.
(26.07.2009 23:01:50)
Ich finde diesen Artikel sehr hilfreich, aber Efeu wächst nicht schnell, sondern unglaublich langsam, sein Stoffwechsel ist sehr langsam, desswegen kann er auch mehrere Hundert Jahre alt werden.