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Gartengemeinschaft - Pflanzenvermehrung - Hibiskus vermehren

Hibiskus vermehren





Hibiskus unterscheidet sich in zwei verschiedene Gattungen. Beide Arten sind bei uns erhältlich. Dabei hat die eine Art ihren Ursprung in warmen tropischen Ländern, während die andere Art in ohne Probleme in unseren Gefilden wächst. Diese beiden Arten unterscheiden sich in Farbe, Blüten- und Blättergröße und an ihrem Standort. Hibiskuspflanzen, die aus den Tropen stammen, finden nur in den warmen Monaten draußen ihren Standort. Während der Wintermonate halten sie in geheizten Räumen oder Wintergärten Einzug. Die andere Art Hibiskuspflanzen ist winterhart. Diese Pflanzen vertragen auch hohe Minusgrade und werfen im Herbst ihre Blätter ab. Im späten Frühjahr treiben die Pflanzen im Freien wieder aus.

Die Vermehrung der Hibiskuspflanzen ist ohne Probleme möglich. Bei den tropischen Hibiskuspflanzen bilden sich keine oder nur selten Samenstände. Hier kann man Stecklinge schneiden und diese im Wasser bewurzeln lassen. Eine andere Methode besteht darin, die Stecklinge in Bewurzlungspulver zu stecken und dann direkt im Blumentopf in Erde zu stecken.

Dabei sollten die Blätter so entfernt werden, dass nur das Mittelblatt und zwei bis drei obere Blätter stehen bleiben. Da die Blätter beim tropischen Hibiskus verhältnismäßig groß sind, sollte man sie bis auf ein Drittel kürzen und ein Glas oder eine durchsichtige Folientüte darüber stülpen. Giessen nicht vergessen und ab und zu die Abdeckung öffnen, damit sich kein Schimmel bildet. Sobald die ersten kleinen Blättchen sprießen, kann die Abdeckung entfernt werden. Wichtig ist vor allen, dass die Stecklinge hell und warm stehen.

Bei Freilandhibiskus gibt es zwei verschiedene Arten der Vermehrung. Eine Art besteht darin, Stecklinge zu schneiden und diese wie bei dem tropischen Hibiskus zu behandeln. Eine weitaus einfachere Art besteht darin, dass unter den Hibiskusbüschen reichlich Rindenmulch aufgebracht wird. Im Laufe des Sommers bilden sich aus den Resten der reichhaltigen Blüten Samenstände. Diese Samenstände ähneln kleinen Knospen, die am Busch trocknen. Nach der Trocknung platzen die Samenstände auf und es befinden sich unzählige kleine flache Samen darin.

Diese Samen fallen bei Wind heraus und finden im Rindenmulch einen guten Nährboden. Im Frühjahr entwickeln sich aus den Samen viele kleine Hibiskussenker. Diese können an Ort und Stelle stehen bleiben und wachsen recht schnell in die Höhe. Einzelne Senker verzweigen sich schon nach kurzer Zeit. Die Senker können aber auch der Erde entnommen und in Blumentöpfe gesetzt werden. Das erleichtert den späteren Transport. Hibiskussenker können in praller Sonne stehen, sie haben damit kein Problem. Die Senker setzen normalerweise bereits im dritten Wachstumsjahr Blüten an.

Die Pflanzen sollten im Herbst etwas runter geschnitten werden. Der Verschnitt regt den Wachstum und die Verzweigung an.


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