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Gartengemeinschaft - Pflanzenvermehrung - Petunien vermehren

Petunien vermehren





Das Pflanzenleben beginnt mit der Keimung des Samens. Bis auf Farne und Moose, welche sich über Sporen verbreiten, bilden alle Gartenpflanzen Samen und können so aus ihnen gezogen werden.

Keimung

Die Samen enthalten einen winzigen Pflanzenembryo und einen Vorratsspeicher, der dem Keimling das Wachstum ermöglicht. Der Embryo besitzt schon Keimblätter, einen kurzen Spross und den Ansatz einer winzigen Wurzel. Kommt der Samen nun in den feuchten Boden, saugt er sich mit Wasser voll und die Keimung beginnt. Nun wirken komplizierte Stoffwechselvorgänge, welche zum Abbau der Reservestoffe führen. Gleichzeitig wird das Wachstum von Wurzeln, Spross und Blättern angeregt. Erst wenn der Keimling ergrünt, kann er sich mit Hilfe des Sonnenlichts durch die Photosynthese selbst ernähren.

Wichtige Keimfaktoren

Es spielen bei der Keimung des Samens verschiedene Faktoren eine Rolle. Wichtig sind die entsprechende Feuchtigkeit, optimale Temperatur und das Vorhandensein von genügend Luft bzw. Sauerstoff. Auch das Licht spielt eine große Rolle. Je nach der Wirkung des Lichtes lassen sich zwei Typen von Samen unterscheiden. Einerseits Lichtkeimer, welche für eine erfolgreiche Keimung Helligkeit benötigen. Andererseits Dunkelkeimer, bei denen die Keimung durch Helligkeit unterdrückt wird.

Petunien zählen zu den Dunkelkeimern. Deshalb muss der Samen vor Licht geschützt werden, da sonst das Wachstum gehemmt und unterdrückt wird.

Die Aussaat

Da meistens im späten Winter mit der Aussaat begonnen wird, eignet sich ein Frühbeet für die Wohnung/Gewächshaus/Keller, oder kleiner Holzkästen für das Entwickeln der Keimlinge. Zu empfehlen ist die Vermehrung der Dunkelkeimer in einem abgedunkelten Raum am besten auf Kulturerde. Die Petuniensamen werden auf die Erde gestreut und mit Erde bedeckt. Anschließend wird die Erde etwas angedrückt, damit die Samen Kontakt mit der Erde bekommen. Danach werden sie mit vorsichtig besprüht. Geeignet dafür ist warmes, etwas abgestandenes Wasser. So bekommen die Samen Feuchtigkeit und Bodenschluss. Geachtet werden muss auf optimale Keimtemperaturen, welche zwischen 17 und 25°C liegt. Wenn die kleinen Pflänzchen aufgehen brauchen sie volles Licht. Ein Umzug ins Gewächshaus ist jetzt angebracht. Sofern notwendig sollten die kleinen Sämlinge baldmöglichst vereinzelt werden.

Die 'Faustregeln' über die richtige Saattiefe der Samen von Dunkelkeimern gehen weit auseinander. Manchmal liest man von der einfachen, manchmal von der zwei- oder dreifachen Stärke des Samens, mit der die Aussaat mit Erde bedeckt werden soll. Der Praktiker merkt schnell, dass die Saattiefe vor allem von der Güte des Bodens abhängig ist. Bei lockeren und leichten Böden können die Samen tiefer gesetzt werden als zum Beispiel einer sehr schweren Erde.

Ab Mitte April können die Petunienpflanzen nach draußen. Sollten es noch Nachtfröste geben, müssen die kleinen Pflänzchen wieder ins Gewächshaus. Wenn die Pflanzen langsam anfangen Blütenknospen zu entwickeln ist es Zeit sie in Blumenkästen oder Hängeampeln umzupflanzen. Jetzt sind sie stark genug und können ganztägig draußen bleiben.


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Leser-Kommentare (1)

Birgit (05.05.2010 22:45:13)

Petunien sind auf keinen Fall Dunkelkeimer. Auf jeder Saattüte steht :
"Petunien sind Lichtkeimer. Die Saat nur andrücken, nicht mit Erde bedecken."

Birgit




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