Der Rhododendron ist ein herrlicher Strauch aus der Familie der
Heidekrautgewächse. Sein Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel
wie „Rosenbaum“. Diese Sträucher, die sich besonders in unseren Breiten
wachsender Beliebtheit erfreuen, gibt es als immergrüne und auch als
laubwerfende Arten. Sie blühen in der Regel von April bis Mai in unzähligen,
intensiven und prachtvollen Farben. Es sind herrliche Solitärpflanzen und der
grandiose Eyecatcher in jedem Park oder Garten.
Der Rhododendron sollte regelmäßig ausgelichtet werden. Neue Trieben werden
dabei entfernt, indem sie direkt am Ansatz abgetrennt werden. Auch tote,
beschädigte und dürre Triebe sollten regelmäßig entfernt werden. Sie würden die
Wuchsform beeinträchtigen. Der effektivste Zeitpunkt für einen starken
Rückschnitt und die Verjüngung des Rhododendrons ist im Frühjahr kurz bevor die
Pflanze neu austreibt.
Vermehrt wird Rhododendron am besten durch Absenker. Hierzu wird ein schon
verholzter Trieb bogenförmig abgesenkt und in einer Rinne mit mindestens 10 cm
Erde bedeckt. Damit er dort verbleibt, sollte er an einem Stock befestigt
werden. Die Triebspitze muss dabei allerdings noch aus der Erde heraus ragen. Um
die nun folgende Wurzelbildung zu fördern und zu unterstützen ist es ratsam, mit
einem Skalpell oder scharfen Messer die Rinde anzuritzen. Wenn der so geerdete
Senker nach längerer Zeit eigene Wurzeln gebildet hat, dass kann unter Umständen
bis zu 2 Jahre dauern, kann er problemlos von der Mutterpflanze getrennt werden.
Nun pflanzt man den jungen Trieb in einen separaten Topf.
Die Variante des Abmoosens ist ebenfalls recht einfach, obwohl nicht alle
Rhododendren wirklich dazu geeignet sind. Hierzu wird ein noch oben gerichteter
Zweig so tief eingeschnitten, dass er nicht bricht. Nun spreizt man den Ast mit
Hilfe von etwas Spaghnum-Moos vom Stamm ab und umwickelt ihn dann auch etwa
Faustdick mit diesem Material. Das Moos sollte gut angefeuchtet und anschließend
mit einer Manschette aus schwarzer Kunststofffolie versehen werden. Nach etwa 1
bis 2 Jahren bekommt die Schnittstelle Wurzeln. Jetzt kann der Zweig gänzlich
abgetrennt und separat eingetopft werden.
Manche Rhododendron Arten lassen sich auch sehr gut durch Stecklinge vermehren.
Hierzu sind allerdings ein paar technische Voraussetzungen nötig, denn die
Stecklinge benötigen Wärme und Licht. Ein Minigewächshaus ist hierzu eine gute
Alternative.
Eine weitere Methode, das Pfropfen, setzt allerdings einige Erfahrung und
Hintergrundwissen voraus. Hierzu werden Unterlage und Jungpflanze, die
vorzugsweise einen gleich dicken Stamm haben sollten, angeschrägt und an der so
genannten Veredelungsstelle fest mit Bast umwickelt. Mittels einer Plastikhaube
wird ein Behelfsgewächshaus gebaut und der Topf an einen hellen und warmen Ort
gestellt. Das Edelreis sollte nach etwa einem Jahr angewachsen sein.
Letztendlich ist auch die Vermehrung des Rhododendrons mittels Aussaat sehr
einfach und leicht, allerdings nicht wirklich zu empfehlen, da es bei dieser
Methode sehr lange dauert bis die ersten Blüten erscheinen. Zudem führt die
Aussaat in den seltensten Fällen tatsächlich zu den erhofften Prachtexemplaren,
obwohl man hier in sehr kurzer Zeit eine Unzahl von Sämlingen heranziehen kann.
Je frischer der Samen ist, umso keimfähiger ist er auch.