Die ursprünglich aus Mexiko stammende Yucca ist eine Palmlilie und gehört zur Familie der Agavengewächse. Sie lässt sich leicht mit verschiedenen Methoden vermehren.
Eine verbreitete Art ist die “Stamm-Vermehrung”. Dazu wird ein dicker Stamm in 20 cm lange Stücke geschnitten. Dabei ist auf “oben” und “unten” zu achten, denn wenn der Stamm mit dem falschen Ende in die Erde gesteckt wird, wächst keine neue Yucca daraus. Die unbewurzelten Stammstücke werden nun mit dem unteren Ende in kleine Töpfe gesetzt, wobei etwa ein Stammdrittel in der Erde stecken sollte. Für die Anzucht eignet sich sehr gut ein Sand-Humus-Gemisch.
Das obere Ende des Stammes wird mit einem Baumwachs versiegelt, um ihn vor dem Austrocknen zu schützen. Der Stammsetzling wird angegossen und mit einer lichtdurchlässigen Folie abgedeckt. Die Folie hält den Stammsteckling gleichmäßig feucht. Ideal ist ein warmer, Lichtdurchfluteter Standplatz an einem nach Süden ausgerichteten Fenster. Die Erde muss durch regelmäßiges Gießen feucht gehalten werden. Nach etwa vier Wochen zeigen sich die ersten zarten Triebe.
Die schützende Folie kann nun entfernt und der Steckling etwas gedüngt werden. Hat sich der Blattschopf auf dem Stammsetzling ausgebildet, kann die Yucca in einen Blumentopf mit normaler Pflanzenerde umgesetzt werden.
Eine weitere Möglichkeit der Vermehrung ist das Abmoosen. Dazu schneidet man die Rinde der Yucca an dem Teil, den man abtrennen möchte, mehrere Male schräg ein. Diese Stelle wird mit feuchtem Zellstoff bedeckt und das Ganze mit durchsichtiger Folie umwickelt. Der Zellstoff muss immer feucht sein. Eine andere Methode ist die Verwendung eines kleinen Blumentopfes, den man an einer Seite aufschneidet und um den Stamm klemmt, so dass der Stamm quasi durch den Blumentopf führt.
Nun den Topf so mit Erde auffüllen, dass die schrägen Einschnitte bedeckt sind. Die Erde leicht gießen und immer feucht halten. Nach ein bis zwei Wochen bildet sich an dieser Stelle ein Wurzelgeflecht. Der Stamm wird nun unterhalb des neuen Wurzelgeflechtes durchtrennt und eingepflanzt. Das obere offene Ende des Yucca-Stammes wird mit Baumpflaster bzw. Baumwachs versiegelt und treibt schon bald durch die schlafenden Augen neue Triebe und einen neuen Blattschopf.
Eine Vermehrung der Yucca durch Kopfstecklinge ist ebenfalls möglich. Dazu schneidet man einen etwa 30 cm langen Kopfsteckling von der Mutterpflanze ab. Die Schnittstelle der Mutterpflanze wird mit Baumwachs oder zerriebener Holzkohle versiegelt. Die unteren Blätter des Kopfstecklings werden entfernt und der Kopfsteckling zur Wurzelbildung in ein Gefäß mit Wasser oder Erde gesteckt. Ideal ist ein dunkles Gefäß mit Wasser an einem sonnigen und warmen Ort. Wird der Kopfsteckling in Erde gesteckt, so ist darauf zu achten, dass die Erde immer feucht ist, damit sich die Wurzeln gut ausbilden können. Der Kopfsteckling sollte etwa zur Hälfte in der Sand-Erde-Mischung stecken.
Auch die Seitensprosse der Yucca eignen sich zur Vermehrung, sobald sie mindestens fünf Blätter haben. Die Verfahrensweise ist die gleiche wie beim Kopfsteckling.