Glücklich, wer einen Balkon sein eigen nennt! Neben einer
geschmackvollen und möglichst nicht zu pflegeintensiven
Bepflanzung tragen auch die Balkonmöbel wesentlich dazu bei, den
Balkon in der warmen Jahreszeit zu einem geliebten Extra-Raum der
Wohnung oder des Hauses und zu einem Treffpunkt für Familie und
Freunde werden zu lassen.
Selbstverständlich richtet sich die Auswahl der geeigneten
Möbel nach dem Platzangebot. Wer auch bei einem schmalen oder
kleinen Balkon nicht auf eine Sitzgelegenheit sowie einen Tisch
verzichten möchte, wird vorzugsweise nach klappbaren Möbeln
Ausschau halten. Inzwischen sind auch hierfür überzeugende
Lösungen auf dem Markt.
Neben den Platz sparenden klassischen Holzklappstühlen, gibt
es
zahlreiche Leichtgewichte aus Kunststoffen oder leichten Metallen, die
kaum Platz beanspruchen, im Einsatz jedoch nicht weniger stabil und
bequem sind, als fest arretierte Modelle. Standfeste Klapptische sind
weniger häufig anzutreffen, jedoch bieten an der
Balkonbrüstung befestigte, wegzuklappende Tischplatten eine gute
und oft auch stabilere Alternative. Wer extra Stauraum benötigt,
kann die Anschaffung einer wetterfesten Truhenbank erwägen. Mit
einem Wasser und Schmutz abweisenden, waschbaren Polster, bietet sie
zumeist zwei Personen eine bequeme Sitzgelegenheit und schafft zugleich
Utensilien wie Auflagen, Gießkanne, Düngemittel, Garten- und
Putzgeräte aus dem Weg (und Blick).
Wer einen größeren Balkon mit bequemer Tiefe besitzt, kann
auch die Anschaffung seiner Balkonmöbel daran ausrichten. Neben
klassischen Modellen aus wetterbeständigem Hartholz (das unbedingt
ein Umwelt-Zertifikat aufweisen sollte) oder Gusseisen, sowie den
preisgünstigen Lösungen aus Plastik sind noch
Balkonmöbel aus Korbgeflecht oder Rattan, sowie neuerdings aus
stapazierfähigem, langlebigem und durch seine Engmaschigkeit sehr
hochwertigem Kunststoffgeflecht auf dem Markt. Die meisten Modelle
lassen sich durch die passenden Polsterauflagen noch bequemer
gestalten.
Hat der Balkon eine feste Überdachung (Loggia), ist das
Problem,
was mit den Möbeln bei Regenwetter oder kühleren Temperaturen
geschehen soll, weniger wichtig. Ansonsten gilt: Die Patina von
Hartholz ist gewollt und verringert nicht seine Langlebigkeit.
Gelegentliches Einölen des Materials ist allerdings vonnöten.
Plastik muss - trotz der marktüblichen Folienabdeckungen für
ganze Sitzgruppen - nicht besonders vor Nässe geschützt
werden; Trockenreiben nach dem letzten Regenguss ist völlig
ausreichend.
Gusseiserne Möbel rosten leicht. Selbst das Anstreichen mit
Rostschutz enthaltenden Farben löst das Problem selten ganz -
Balkons auf der Wetterseite sollten deshalb lieber auf dieses Material
verzichten; bei anderen ist ein wirkungsvoller Nässeschutz
(Abdeckung) unbedingt notwendig. Auch Rattanmöbel sind
nässeempfindlich; sie quellen leicht auf, werden unansehnlich und
beginnen schlimmstenfalls zu schimmeln. Die Möbel müssen
unbedingt trocken verstaut werden können.
Zu den Balkonmöbeln zählt auch die Beleuchtung. Weniger ist
hier mehr; eine ganzjährig weihnachtliche Festbeleuchtung
könnte nicht zuletzt die Nachbarn stören. Wer es mag, kann
seine Balkonkästen mit solarbetriebenen LED-Steckern
verschiedenster Formen versehen. Klassischer sind Windlichter und
Laternen. Wer draußen abends gern liest, sollte für eine
ausreichende Beleuchtung sorgen. Insgesamt sollten die Lichtquellen zum
Stil des Hauses, der Balkonbepflanzung und den Möbeln passen.