In Zeiten der bewussten Ernährung und der wachsenden Nachfrage nach Biolebensmitteln lohnt es sich einmal über die Anschaffung von eigenen Hühnern nachzudenken. Das Frühstücksei am Morgen aus dem eigenen Stall von glücklichen Hühnern und mit goldgelbem Eidotter schmeckt gleich doppelt so gut wie das Vorgefärbte Ei aus dem Supermarkt und ist sicherlich auch gesünder. Mit ein bisschen Zeitaufwand lassen sich die genügsamen Tiere in jedem Garten halten und können für Kinder zum lebendigen Biologieunterricht werden.
Der Hühnerstall
Vor der Anschaffung von Hühnern sollte das Zuhause der zukünftigen Haustiere fertig sein. Hühnerställe gibt es als bereits fertig montierte Behausung oder als Bausatz mit entsprechender Anleitung. Wer ein wenig mehr Zeit, handwerkliches Geschick und Kreativität mitbringt, der kann den Hühnerstall auch selbst bauen.
Da die meisten Hühnerrassen winterfest sind müssen Ställe nicht extra isoliert werden. Trotzdem sollten sie windgeschützt stehen und soweit geschlossen sein, dass kein Durchzug entstehen kann. Im Stall dürfen Sitzstangen, ein Futterbehältnis und eine Tränke nicht fehlen. Zum Brüten eigenen sich beispielsweise mit Heu ausgepolsterte Holzkisten. Pro gehaltenes Huhn sollte der Hühnerstall einen halben Quadratmeter groß sein, schließlich legen nur glückliche Hühner große Eier. Beim Auslauf gilt: Je größer desto besser.
Die Tiere
Wenn die Tiere lediglich zur Eierproduktion gehalten werden sollen ist ein Hahn in der Gruppe nicht zwingend erforderlich. Allerdings sichert ein Hahn das soziale Gefüge im Hühnerstall und sorgt für glücklichere Hühner. Zur Nachzucht ist ein Hahn natürlich unerlässlich.
Eine Hühnergruppe sollte mindestens aus sechs Tieren bestehen. Beim Kauf der Hühner ist es wichtig einen verlässlichen Züchter auszuwählen. In jeder Stadt gibt es Zuchtvereine die gerne zuverlässige Händler empfehlen. Häufig gibt ein prüfender Blick in die Ställe beim Züchter die beste Auskunft über dessen Seriosität.
Ein wichtiges Kriterium beim Kauf sind die Impfungen der Tiere. Ungeimpfte Hühner können schnell krank werden oder im schlimmsten Fall sterben. Ein Huhn kostet im Schnitt zwischen 10 und 20 Euro. Zuchtrassen sind erheblich teurer und nicht für Anfänger geeignet.
Der Aufwand
Wer Hühner halten möchte der muss sich auf tägliche Arbeit einstellen. Jeden Tag sollten frisches Wasser und Futter bereitgestellt werden.
Als Futter eignet sich das so genannte Alleinfutter für Legehennen. Küchenabfälle sind kein geeignetes Hühnerfutter und auch bei weitläufigem Auslauf auf einer Grünfläche können sich Hühner nicht selbstständig ernähren. Ebenfalls einmal am Tag sollten die Eier aus den Legekästen gesammelt werden. Sie halten sich übrigens kühl gelagert problemlos drei Wochen lang. Der Stall sollte je nach Anzahl der Tiere alle zwei bis vier Wochen gesäubert werden.
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