Welcher Gartenbesitzer hat sich nicht schon einmal in heißen
Sommern über die Wasserrechnung geärgert? Es verbraucht viel kostbares
Trinkwasser, den Rasen zu sprengen oder die Beete zu bewässern, und bei
den ständig steigenden Wasserpreisen und der drohenden Klimaerwärmung
mit den immer heißeren trockeneren Sommern kann das je nach Größe des
Gartens ganz schön ins Geld gehen. Es ist aber gar nicht nötig und auch
eine ziemliche Verschwendung, das kostbare Trinkwasser zur Bewässerung
der Pflanzen im Garten zu verwenden. Eine sparsame Alternative kann
hier leicht Abhilfe schaffen:
Das Aufstellen von Regentonnen im Garten ist eine
traditionsreiche Methode, die hilft, Wasser zu sparen. So gelingt es
leicht, das schöne weiche Regenwasser aufzufangen und zu speichern, das
ohnehin von den Pflanzen viel besser vertragen wird als das Wasser aus
der Leitung.
Regentonnen kann man im Fachhandel oder im Baumarkt in den
verschiedensten Größen, aus unterschiedlichen Materialien und mit
verschiedenen Anschlusssystemen bekommen. Auch bei den Formen bleibt
(fast) kein Wunsch offen: Sie variieren vom schlichten grünen
Baumarkt-Modell über Nachbildungen griechischer Säulen und Amphoren bis
hin zu unauffälligen Felsbrockenattrappen. Man sollte darauf achten,
dass die Tonne aus ausreichend dickem, strapazierfähigen Material
besteht.
Über Regenrinnen und Fallrohre gelangt das Regenwasser vom
Dach in die Tonne. Es empfiehlt sich, einen Filter in die Leitung
einzubauen, der verhindert, dass Blätter und Äste in die Tonne
gelangen. Des weiteren gibt es als nützliches Zubehör
Überlaufgarnituren und einen Zapfhahn, durch den das Wasser unten an
der Tonne entnommen werden kann. Damit unter dem Hahn genug Platz ist,
um eine Gießkanne oder einen Eimer zu platzieren, kann die Regentonne
auf einem speziellen Unterbau aufgestellt werden, der separat
erhältlich ist.
Durch die Verwendung eines passenden Deckels, wird das Wasser
vor Licht geschützt, so können sich keine Algen bilden, die schleimige
Ablagerungen in der Tonne hinterlassen.
Besonders Regentonnen aus Kunststoff sind sehr empfindlich
gegenüber Frost, Eis und Schnee. Bei winterlichen Temperaturen können
sie leicht reißen oder brechen, da sich das Volumen des Wassers bei
Kälte ausdehnt. Wenn man die Tonnen länger als ein Jahr nutzen möchte -
was ja durchaus sinnvoll ist - sollte man daher im Spätherbst die
Regentonnen ausleeren und mit einem Deckel verschließen.
Besser noch ist es, sie den Winter über auf die Seite
hinzulegen oder auf den Kopf zu stellen. Selbstverständlich kann man
sie auch trocken in der Garage oder einem Abstellraum lagern.