So wie die Haustüre als Visitenkarte eines Hauses
beschrieben
wird, ist die Toranlage einer Einfriedung dessen Vollendung. Ganz
besondere Ansprüche stellen wegen ihrer Größe die
Zufahrten. Drehtüren haben sich in der Vergangenheit als
problematisch erwiesen. Sie sind vor der Durchfahrt festzustellen,
stellen besonders hohe Anforderungen an die Standsicherheit ihrer
Pfosten und verlangen sehr stabile Beschlagtechnik. Dies sind nur
wenige Gründe von vielen, die zu immer größerer
Beliebtheit von Schiebetoren geführt haben.
Es gibt im Wesentlichen zwei Arten von Schiebetoren.
Schienengeführte Schiebtore und freitragende Schiebetore. Bei der
ersten Gruppe sind die Tore aus Holz, Kunststoff, Aluminium oder Stahl
mit Rädern ausgerüstet, die das Schiebetor auf einer Schiene
führen, tragen und horizontal hin und her bewegen. Dabei ist es
fast unerheblich, ob die Führungsschiene oben (an einem
Mauersturz) oder unten im Boden montiert ist.
Bei im Boden, in einem frostsicher konstruierten Fundament
verankerten Führungsschienen, sollte jedoch immer bedacht
werden, dass im Winter Eis und Schnee zum Blockieren führen
können – genau so wie größere Laubmengen im
Herbst. Für diese Konstruktionsart gilt im ganzen Jahr ein
erhöhter Wartungsaufwand, denn nur eine saubere Schiene
ermöglicht ein müheloses Schieben des Tores. Es ist
unerheblich, ob diese Tore von Hand oder von einem Motor getrieben
werden. Allerdings ist im Extremfall mit Motorschäden zu rechnen.
Im Gegensatz zu dieser ersten Gruppe bestechen die
freitragenden
Schiebetore mit ihrer bewährten und robusten Konstruktion. Eine
tragende Säule, gleich an welcher Seite des Tores, an der das
ganze Schiebetor montiert ist, lässt dieses beim Öffnen und
Schließen schweben. Ohne weiteren Bodenkontakt ist das Tor im
geschlossenen Zustand in den Schließpfosten gefahren und dort mit
einem Spezialschloss gesichert. Die im unteren Torbereich verdeckt
eingebaute Zahnstange, dient bei elektrischen Antrieben dem notwendigen
Schub nach beiden Seiten.
Wie bei allen Baumaßnahmen, macht sich eine gute Planung und
Vorbereitung vor dem Einbau eines Schiebetores schnell bezahlt.
Für die Energieversorgung muss ein geeignetes Kabel verlegt werden
– wie für eventuell notwendige Klingel- und / oder
Gegensprechanlagen. Eine möglicherweise gewünschte
Videoüberwachung sollte nicht vergessen werden. Ein entsprechend
groß dimensioniertes Leerohr für die Erdverlegung kann sehr
gute Dienste leisten.
Die Gründungs- also Fundament-Herstellungs-Arbeiten dürfen
etwas Zeit beanspruchen. Erdaushub und Betonierarbeiten müssen
präzise an der Grundstücksgrenze positioniert werden.
Vorsicht vor eventuell im Boden bereits verlegten Versorgungsleitungen.
Bei allen Schiebetor – Systemen empfiehlt sich ein
Pflanzplan,
der berücksichtigt, dass der Platzbedarf für das
geöffnete Schiebetor ganzjährig gewährleistet ist.
Geschlossene Hecken sind denkbar ungeeignet – denn wer hat schon
so viel Platz, damit ein Weg für den Heckenschnitt zwischen Hecke
und geöffnetem Tor bleibt. Auch Bäume sollten nur in
gebührendem Abstand gepflanzt werden, damit deren Wurzeln keine
Chance haben, mühsam errichtete Fundamente zu zerstören.