Wenn es um die Jüngsten in unserer Gesellschaft geht, sollte die Sicherheit immer an erster Stelle stehen. Kinder entdecken die große Welt im heimischem Garten mit eigenen Augen, sind neugierig und wollen unbeschwert in ihrer Umgebung spielen. Dabei vertrauen sie meist blind auf uns Erwachsene. Um so wichtiger ist es, dass wir beim Erwerb von Spielutensilien besonderes Augenmaß auf vorgeschriebene Sicherheitsbestimmungen legen. Das gilt auch beim Kauf von Spielsand.
Prüf- und Gütesiegel
Bevor man sich für einen bestimmten Spielsand entscheidet, sollte zunächst geklärt sein, ob dieser Sand einer Qualitäts- und Sicherheitskontrolle unterzogen wurde. Mit Prüfsiegeln der Güteüberwachung Kies, Sand und Splitt oder von ähnlichen zugelassenen Prüfstellen befindet man sich als Verbraucher auf der sicheren Seite. Blei-, Arsen-, Chrom- oder Cadmiumrückstände sind leider viel zu oft im Spielsand enthalten. Derartige Schadstoffe führen nicht selten zu folgeschweren Erkrankungen. Durch sachgemäße Prüfverfahren werden diese Gefahren ausgeschlossen und sorgen somit für beruhigende Sicherheit.
Sandkasten mit Boden und Abdeckfolie
Kleine Forscher gehen den Dingen gerne tief auf den Grund. So wird gebuddelt bis es nicht mehr weiter geht. Damit die Baggermaßnahmen unserer Sprösslinge ausschließlich mit Spielsand und nicht mit ungereinigter Gartenerde voranschreiten, sollte er in einem Kasten mit fester Bodenplatte gelagert sein. Außerdem empfiehlt sich eine wetterfeste Abdeckfolie, die den Sand vor Feuchtigkeit oder Tierkot schützt.
Regelmäßiger Wechsel
Grundsätzlich muss zu Beginn der Sandkastensaison ein Wechsel vorgenommen werden. Nur zu schnell bilden sich Pilzspuren, die gesundheitsschädlich sind. Wer die Möglichkeit hat, kann den Sand auch professionell reinigen lassen, was allerdings relativ kostenaufwendig ist.
Körnung und kleine Tricks
Spielsand hat meist eine Körnung von 0,5 bis 1,5 mm. Spitze Steine oder Unrat haben definitiv nichts darin verloren. Die Verletzungsgefahr wäre einfach zu groß. Für ganz kleine Kinder ist zu feiner Sand nicht ratsam, weil er schnell in die Kleidung gelangt und so unangenehmes Scheuern verursacht.
Um nun kleinen Sandburgenbauern, die eine etwas gröbere Körnung benötigen und Sandsiebexperten oder Sandfigurenmaltalenten, die feineren Sand brauchen, gleichermaßen gerecht zu werden, bietet sich ein Trennbrett mitten durch den Sandkasten an. Die eine Hälfte wird mit Grobkornsand gefüllt, die andere mit Feinsand. So schafft man Platz für mehrere Spielvarianten und sorgt für vielfältigen Spaß bei den Kids.
Geprüfter, sauberer Spielsand bedeutet also sicheres Spielvergnügen für große und kleine Sandbaumeister. Somit muss man als Elternteil auch nicht gleich in Panik verfallen, wenn die Jüngsten eventuell doch mal ein Krümelchen vom eigenhändig gebackenen Sandkuchen verschlucken. Zur Gewohnheit darf es allerdings trotzdem nicht werden.