Terrakotta-Fliesen erfreuen sich bei der Garten- und
Landschaftsgestaltung größter Beliebtheit. Sie bestechen durch ihre
Schlichtheit und zaubern ein mediterranes Flair in Haus und Garten.
Doch was ist eigentlich Terrakotta, welche Eigenschaften hat das
Material und was sollte man beim Kauf und bei der Pflege beachten?
Herkunft und Material:
Terrakotta wird vorwiegend aus Italien, Frankreich, Spanien,
Portugal, Marokko und aus Dänemark importiert. Der Begriff ist
abgeleitet aus dem Italienischen und bedeutet soviel wie „gebrannte
Erde“ bzw. „gebrannter Ton“. Es handelt sich um ein Naturmaterial, das
aus Erde und Wasser besteht, und bei hoher Temperatur im Ofen gebacken
wird.
Eigenschaften:
Abgesehen von seiner optischen Zierde und der dekorativen
warmen Ausstrahlung durch seine rotbraune Farbe, ist Terrakotta
aufgrund seiner natürlichen Bestandteile zu 100% ökologisch,
atmungsaktiv, robust, extrem stoßfest, wärmespeichernd und hat bei
richtiger Pflege sehr geringe Abnutzungserscheinungen. Wegen ihrer
wärmespeichernden Eigenschaften sind Terrakotta-Fliesen vor allem für
Terrassen und Balkons geeignet, da sie nach einem sonnigen, warmen Tag
auch abends noch eine angenehme Wärme abgeben.
Qualität:
Der Markt bietet eine große Auswahl an Formen und Farben,
wobei die unterschiedlichen Farbtöne in erster Linie von der Art der
verwendeten Erde abhängen und keinen Aufschluss über die Qualität
geben.
Qualitätsunterschiede sind insbesondere auf die Herkunft des
Tons und auf die Art der Herstellung zurückzuführen. In Handarbeit
gefertigte Fliesen sind wesentlich hochwertiger, als industriell
hergestellte und zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass jede
einzelne unterschiedlich ausfällt und ein Unikat ist.
Tipps:
Besonders für den Außenbereich empfiehlt sich die Verwendung
von hochwertigen Qualitäten. Deshalb sollte man hier vor allem zu
frostfesten Materialien greifen. Um die Schönheit der Fliesen möglichst
lange zu erhalten und sie vor Verschmutzung und Vermoosung zu schützen,
sollte man unbedingt auf die richtige Vor- und Nachbehandlung achten.
Diese sind unter anderem abhängig von der Porigkeit, der
Zusammensetzung der Metalloxide im Ton, von der Mahlfeinheit sowie von
der Brandtechnik.
Im Zweifel ist es ratsam, einen Fachmann oder den Hersteller
zu konsultieren. Entgegen aller Vorurteile sind Terrakotta-Fliesen sehr
pflegeleicht. Bei der alltäglichen Pflege sollte man lediglich
beachten, aggressive Putzmittel zu meiden; die Verwendung von einfacher
Schmierseife und Wasser reicht zur Beseitigung leichter Verschmutzungen
völlig aus.