Leider
leben wir hier in
Deutschland in Breiten, in denen es nachts auch im Sommer empfindlich
kühl werden kann. Meist zu kalt, um weiter gemütlich auf der Terrasse
sitzen bleiben zu können. Für Abhilfe sorgen so genannte Terrassenöfen,
die sogleich durch ihre intensive Wärmeabstrahlung eine behagliche
Atmosphäre schaffen. In diesen Öfen kann ein gemütliches Feuer entfacht
werden, das zudem durch den Anblick auf die lodernden Flammen noch
einen beruhigenden Einfluss auf die Betrachter ausübt. Der große
Vorteil gegenüber einem einfachen Lagerfeuer oder einem Feuerkorb ist
der, dass der vorhandene Kamin den Rauch kontrolliert nach oben
ableitet und somit die Rauchbelastung für umstehende Personen minimiert.
Terrassenöfen gibt es aus verschiedenen Materialien und in
unterschiedlichen Formen. Neben modernen und sehr nobel wirkenden
Terrassenöfen aus Edelstahl sind auch die rustikalen Varianten aus
Stein oder Beton durchaus populär. Derartige Öfen haben den Vorteil,
dass sie sehr hitzebeständig sind und durchaus auch mit Holzkohle
beheizt werden können, wodurch eine höhere Temperatur als mit einfachem
Holz erreicht werden kann.
Für Terrassenöfen aus Terrakotta - auch Kamineros genannt -
gilt dies nicht. Sie können bei zu hohen Temperaturen zerspringen und
sollten ausschließlich nur mit Holz befeuert werden. Kamineros werden
sehr häufig preisgünstig im Baumarkt angeboten, oftmals noch kunstvoll
im mexikanischen Stil verziert bzw. geformt.
Ein großer Vorteil bei den kleineren Kamineros gegenüber
größeren, womöglich fest eingebauten Öfen aus Stein besteht allerdings
darin, dass sie bequem von einer Ecke in die andere gestellt werden
können. Natürlich sollte der Transport nur im kalten Zustand
durchgeführt werden.
Soll der Terrassenofen auch zum Grillen verwendet werden,
empfiehlt sich die Anschaffung eines Terrassenofens mit integriertem
Grillrost. Kamineros mit dieser Funktionalität sind aufgrund einer
besonderen Behandlung des Terrakotta ebenfalls dafür geeignet, um mit
Holzkohle beheizt zu werden. Für ängstliche Personen sind im Handel
auch geschlossene Terrassenöfen erhältlich - zum Teil auch
Edelstahlöfen mit eingebauter, hitzebeständiger Plexiglas-Scheibe.
In der Gastronomie werden gerne auch Terrassenöfen auf
Propangasbasis eingesetzt, die so gut wie keinen Rauch entwickeln. Für
den privaten Zweck sind diese Öfen aber weniger empfehlenswert. Zum
einen strahlen diese Öfen eine geringere Gemütlichkeit aus, zum anderen
ist das Heizmittel Propan teurer als einfaches Holz oder Holzkohle.
Diese gasbetriebenen Terrassenöfen werden oftmals auch nur zum Beheizen
von Biergärten eingesetzt.
Terrassenöfen sind in jedem Fall eine lohnenswerte
Anschaffung und avancieren schnell zum Liebling frierender Gartengäste,
die sich dicht an den Ofen scharen werden, um die wohltuende Wärme zu
genießen. Allerdings sollten sich die Gäste dann auch in einer
windgeschützten Ecke befinden. Ansonsten kann es durchaus vorkommen,
dass der abgeleitete Rauch zu ihnen hingeleitet wird.