Grob gesagt ist eine Wetterfahne nichts anderes, als ein
Instrument zur
Anzeige der Windrichtung. Jeder kennt wohl die Kirchen Wetterfahnen,
die häufig Hähne darstellen. Wahrscheinlich liegt dem die
Bibelstelle zu Grunde, in der dem Apostel Petrus prophezeit wird, dass
er Jesus beim Hahnenschrei dreimal verleugnet haben wird. So kann man
den Hahn als Mahnung verstehen, standhaft zu bleiben und nicht sich wie
das Blatt im Wind zu wenden.
Der erste Wetterhahn findet Erwähnung im 9. Jahrhundert als
Bischof Rampertus für seine Kirche einen Hahn aus Bronze
gießen ließ. Allerdings fanden die ersten Wetterfahnen
schon vor mehr als 2.000 Jahren bei den Griechen Verwendung. So
ließ Andronikos um circa 80 v. Chr auf dem von ihm gestifteten
Turm eine Wetterfahne installieren. Heutzutage werden Wetterfahnen
hauptsächlich als Schmuck oder Windspiel installiert, ihre
religiöse Bedeutung ist so gut wie verloren gegangen.
Normalerweise bestehen Wetterfahnen aus Metall oder
Kunststoff. Denn
nicht so sehr die Form, sondern mehr das Gewicht entscheidet über
die Funktionalität einer Wetterfahne. Deshalb ist es fraglich, ob
die größte Wetterfahne der Welt, in Michigan, USA mit den
Maßen 14.60 Meter Höhe, 4.30 Meter Länge und circa zwei
Tonnen Gewicht, wirklich funktioniert. Es können jedoch auch
abstrakte Plastiken, Schiffe, Kreuze und vieles anders mehr als
Wetterfahne dienen.
Meist werden Wetterfahnen mit Windrosen in Kombination
angebracht,
damit eine grobe Windrichtungsangabe gemacht werden kann. Die
einfachste Wetterfahne ist in der Tat eine Flagge oder Fahne. Im
Straßen- und Flugverkehr werden häufig die orange-weiß
gestreiften Windsäcke benutzt, um auf den Seitenwind aufmerksam zu
machen. Außerdem geben sie grob Auskunft darüber, wie stark
der Wind ist, und ob er stetig oder in Böen weht, was besonders
auf Autobahnbrücken gefährlich werden kann.
Wer sich selber eine Wetterfahne - gleich welcher Form auf
sein Dach
installieren möchte - muss darauf achten, dass der Wind
beträchtliche Zugkräfte entwickeln kann. Deshalb muss die
Unterkonstruktion dem Gewicht und den Gewalten, mit denen der Wind im
Sturmfall daran zerrt, standhalten können. Auch sollte die Fahne
nicht zu schwer sein, denn zum Teil werden die Windkräfte auf das
Dach übertragen - wie bei einem Hebel. Wenn Sie dies beachten,
steht ihrer Wetterfahne nichts mehr im Weg.
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