Unter der biologischen Schädlingsbekämpfung ist jene
Schädlingsbekämpfung zu verstehen, welche Nützlinge einsetzt, um die
Schädlinge zu vernichten. Bei der klassischen Schädlingsbekämpfung
kommen Räuber, Parasiten und Krankheitserreger zum Einsatz. Bei dieser
Unterteilung ist es vor allem die Gruppe der Räuber, welche als
Nützlinge im Kampf gegen die Schädlinge zum Einsatz kommen.
Im Hinblick auf die Nützlinge sollten Sie wissen, dass diese
am effektivsten sind, je früher diese gegen die Schädlinge eingesetzt
werden. Aus diesem Grund sollten Sie die Nützlinge direkt dann
einsetzen, wenn sich an den betroffenen Pflanzen ein erster
Schädlingsbefall zeigt.
Da jedes Insekt mindestens einen Feind hat, gibt es viele
Möglichkeiten sich diese Tatsache zu Nutze zu machen. Auf der Terrasse
bzw. auf dem Balkon reichen in der Regel schon bestimmte Pflanzen aus,
welche die Nützlinge anlocken und somit ihre guten Dienste im Kampf
gegen die Schädlinge leisten.
Gegen Blattläuse helfen insbesondere Florfliegen und
räuberische Gallmücken. Die Larven dieser beiden Nützlinge fressen die
Larven der schädlichen Blattläuse. Neben dem Blumenkasten eigenen sich
diese auch für Gewächshäuser und Wintergärten.
Gegen Spinnmilben lohnt sich der Einsatz von Raubmilben. Die
Spinnmilben werden von den Raubmilben gefressen. Voraussetzung dafür,
ist eine etwas erhöhte Luftfeuchtigkeit. Zudem entdecken und fressen
diese auch die Eier der Spinnmilben. Raubmilben eigenen sich für
Gewächshäuser, Blumenkästen und Wintergärten.
Schlupfwespen sind bekannt für ihren Heißhunger auf weiße
Fliegen. Diese lassen sich im Wintergarten und im Gewächshaus
einsetzen. Die Schlupfwespe ist vor allem deshalb sehr effektiv, weil
diese dafür sorgt, dass sich die weiße Fliegen nicht weiter vermehren,
da diese ihre Eier direkt in die Larven der weißen Fliege legt.
Sobald alle Schädlinge von den Nützlingen gefressen worden
sind, braucht man keine Angst davor zu haben, dass die Nützlinge nun
eventuell auch zu Schädlingen werden können. Der Grund dafür liegt
darin, dass sich diese entweder aufgrund keiner vorhandenen
Nahrungsquellen gegenseitig fressen oder diese einfach wegfliegen und
die vorhandenen Larven somit verhungern.