Die
Blattläuse gehören zu den häufigsten Ungeziefer indeutschen Gärten.
Diese Läuse stechen direkt die Pflanzenzellen, und
saugen auf diese Weise den Zellsaft ab. Betroffene Pflanzen erkennt man
daran, dass die Unterseiten der Blätter sowie die Triebspitzen der
Pflanze eine hohe Anzahl an verschiedenfarbigen Kleintieren vorweist.
Blattläuse sind maximal einen halben Zentimeter lang. Nach
dem Anstechen der Pflanzenzellen, rollen sich die Blätter ein bzw.
kräuseln sich. Sobald die Blattlaus in die Pflanzenzellen sticht, wird
durch diesen Vorgang auch eine geringe Menge giftigen Speichels in das
Blatt abgegeben. Durch das Gift im Gefäßsystem der Pflanze wird der
gesamte Kreislauf zusätzlich geschwächt, was letztlich für die
trockenen, und später abgestorbenen Blätter führt.
Von Blattläusen betroffene Pflanzen sind in der Regel
besonders deshalb auffällig, weil diese auf der Oberseite der Blätter
eine klebrige Substanz aufweisen. Diese entsteht dadurch, dass die
Blattläuse Honigtau in Form ihrer Ausscheidungen zurücklassen. Dieser
Honigtau bietet außerdem wieder eine Nahrungsquelle für Ameisen.
Besonders kritisch ist auch die Tatsache, dass die Blattläuse
beim Saugen an den Blättern eventuell Viruskrankheiten übertragen
können, welche der Pflanze zusätzlich zu schaffen machen. Blattläuse
können fast jede Pflanze befallen. Besonders oft
findet man diese allerdings an Obstbäumen, Sommerblumen und
Gemüsepflanzen.
Um gegen die Blattläuse vorzugehen sollten Sie möglichst im
Frühjahr Ihre Pflanzen mit dem Wasserschlauch abspritzen, damit
mögliche Läuse erst gar nicht aus ihren Eiern schlüpfen können. Ein
Anstrich des Baumstammes ist im Herbst sehr wichtig, damit die Läuse
die betroffene Pflanze erst gar nicht als mögliche Quelle für die
Ablagerung der Wintereier sehen.
Um eine bereits betroffene Pflanze von den Blattläusen zu
befreien sollten Sie Mittel wie z.B. kühles Kartoffelwasser verwenden.
Sehr effektiv zur Bekämpfung der Blattläuse ist auch
Brennnessel-Jauche. Achten Sie zudem darauf, dass der Boden stets
locker ist.
Darüber hinaus sorgt das regelmäßige Mulchen dafür, dass der Boden
möglichst lange feucht bleibt.
Um Ihre Pflanzen erst gar nicht attraktiv für Blattläuse zu
machen, sollten Sie stets beachten, welche Pflanzen für welchen Ort am
besten geeignet sind. Fragen Sie hierfür im Notfall ihren
Gartenfachbetrieb.