Obwohl viele verschiedene Pflanzenarten vom echten Mehltau
betroffen sein können, sind es insbesondere Äpfel, Gurken, Rosen und
Erbsen, welche unter dem bekannten, aber wenig beliebten weißen
Pilzrasen auf der Oberseite des Blattes leiden.
Nach dem sich das Pilzgeflecht gebildet hat, rollen sich die
Blätter zusammen und gehen daraufhin ein. Der Name "Mehltau" deshalb,
weil sich ein solcher Belag auch auf den Blüten und Knospen verteilt.
Weltweit sind über 100 unterschiedliche Pilze des echten
Mehltaus bekannt. Da sich diese aber sehr ähnlich sind, werden diese
allesamt als "Mehltau" bezeichnet. Die optimalen Voraussetzungen zur
Entstehung des Mehltaus sind dann gegeben, wenn das Wetter sehr warm
ist, und kein Niederschlag vorhanden ist.
Wie bei vielen anderen Pilzarten auch, werden auch die Sporen
des Mehltaus durch den Wind verbreitet. Eine Überwinterung des echten
Mehltaus ist möglich. Als Orte werden hierfür die Obstgehölze bzw.
abgestorbene Pflanzenreste verwendet.
Beim echten Mehltau lässt sich beobachten, dass sowohl die
Unterseite als auch die Oberseite des Blattes von dem zuvor
angesprochenen, mehligen Belag betroffen sind. Dies passiert, obwohl
der Pilz zunächst auf der Oberseite der Pflanze die Zellen verstört.
Erst durch die zerstörten Zellen der Oberseite wird es ihm ermöglicht,
durch das Blatt auch die Unterseite zu befallen.
Um den echten Mehltau erst gar nicht entstehen zu lassen,
sollten Sie darauf achten, die Pflanzen regelmäßig zu gießen. Pflanzen
Sie zudem nicht zu dicht aneinander, und achten Sie beim Kauf darauf,
möglichst gegen den echten Mehltau resistente Pflanzen zu wählen.
Wenn Ihre Pflanzen bereits von diesem Pilz betroffen sein
sollten, müssen die erkrankten Teile der Pflanze großzügig
abgeschnitten und anschließend verbrannt werden. Als
Pflanzenschutzmittel eignet sich bei einem starken Befall die
Verwendung von Netzschwefel.