Wer Pflanzen in der Wohnung hat und diese ausreichend gießt,
zieht sich meist auch unerwünschte Gäste zu.
Fruchtfliegen wie auch Mücken verbringen den Winter mit
Vorliebe in feuchter Blumenerde in gut geheizten Wohnungen.
Meist handelt es sich dabei um Taumücken und Mehltaufliegen.
Diese leben wie ihr Name schon sagt von dem tauartig auf faulenden
Früchten und in der Erde wachsendem Pilz, der für den
Menschen nicht schädlich ist. Es handelt sich dabei nicht um
Schimmel. Die Fliegen sowie ihre Maden fressen den Pilz und
transportieren seine Sporen an ihren Beinen und Fühlern von
einem Blumentopf zum nächsten oder eben auch in die
gefüllte Obstschale.
Bei behaglichen zwanzig Grad Innentemperatur und liebevoll feucht
gehaltener Blumenerde fühlen sich nicht nur die Zierpflanzen
am wohlsten, sondern auch die kleinen Plagegeister. Daher vermehren
sich die Taufliegen in kürzester Zeit zu ungeahnter Zahl. Die
Tierchen sind nicht nur ausgewachsen äußerst
lästige Mitbewohner, sondern schaden auch als Larven den
Wurzeln der Zimmerpflanzen. Um sie wieder los zu werden, gibt es einige
Vorschläge, was bei den eigenen Fliegen wirkt, muss man
ausprobieren. Bevor eine chemische Keule eingesetzt wird, sollte man
auf jeden Fall erst die Hausmittelchen versuchen.
Die Pflanzen umzutopfen, wobei sie von der alten Blumenerde rigoros
befreit werden müssen, ist eine Möglichkeit. Die
meisten Hobbygärtner werden sich allerdings hüten,
jeden Winter alle Pflanzen neu einzubetten, zumal mit dem ersten kurzen
Sonnenstrahl, der draußen die Erde erwärmt die neue
Blumenerde auch in kurzer Zeit wieder befallen wird.
Dies eignet sich also nur für einzelne befallene Objekte. Wenn
die Pflanzen nicht unbedingt dauerhaft feucht gehalten werden
müssen, so empfiehlt es sich, die Erde zwischendurch immer
wieder gut durchtrocknen zu lassen. Ohne Wasser stellen die
Mikroorganismen in der Erde ihr Wachstum ein und den Fliegenlarven wird
ihre Lebensgrundlage entzogen.
Weiters können Fallen aufgestellt werden, bestehend aus
Schälchen mit Fruchtsaft und einem Tröpfchen
Spülmittel. Eine große Zahl der Fliegen wird dadurch
zwar dezimiert, aber einige werden auch nicht in die Falle tappen.
Eine weitere, sehr effektive Möglichkeit ist die biologische
Bekämpfung der Mücken und Fruchtfliegen mit ihrem
natürlichen Feind. Genutzt werden hierfür winzig
kleine Fadenwürmer, Nematoden (zum Beispiel Steinernema
feltiae oder ähnliche Arten). Die Nützlinge
können in Form von pulverartigen Eiern im Fachhandel bezogen
werden. Werden die Eier in die Blumenerde ausgebracht und
bewässert, schlüpfen die Fadenwürmer nach
kurzer Zeit aus und dezimieren sofort die Larven der Fruchtfliegen.
Die Fadenwürmer sind für den Menschen vollkommen
ungefährlich und darüber hinaus sehr
lichtempfindlich, sterben also im Sonnenlicht schnell ab. Sie schaden
weder den Pflanzen noch Haustieren und sind vollkommen sicher im
Umgang, im Gegensatz zu vielen chemischen Mitteln. Macht sich also eine
große Zahl von Mücken oder Taufliegen über
den Wintergarten her, so ist das Mittel der Wahl wohl der
natürliche Feind.