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Gartengemeinschaft - Schädlinge - Holzwurm bekämpfen

Holzwurm bekämpfen





Beim Holzwurm handelt es sich um die Larve des Gemeinen Nagekäfers. Er genießt nicht umsonst einen gefürchteten Ruf: Ansammlungen von Würmern sind dazu in der Lage, ganze Möbelstücke zu zerfressen, Häuser unbewohnbar zu machen oder lebende Baumbestände zu zerstören. Sobald die gefährlichen Holzwürmer entdeckt werden, müssen sie wirksam bekämpft werden, um das Holz zu retten. Sowohl für lebendes als auch totes Holz gibt es etliche Möglichkeiten, die Würmer schnell und effektiv davon aufzuhalten, es zu zerstören.

Der Gemeine Nagekäfer gilt als ortstreu. Das bedeutet, dass er seine Larven am liebsten in das Holzstück ablegt, in dem er selbst geschlüpft ist. Der Zyklus geht so lange weiter, bis das Holz schließlich vollständig zerfressen ist. Der Holzwurm hat aus biologischer Hinsicht durchaus eine Daseinsberechtigung: Er soll altes, totes Holz abbauen und Platz für neue Bäume schaffen. Manchmal greift er aber auch auf gesunde Bäume oder Möbelstücke über, wenn er seinen eigenen Schlupfort nicht mehr finden kann. Holzwurmbefall erkennt man an kleinen Löchern, die nur etwa 1-2 mm breit sind. Bei Möbeln ist zusätzlich Bohrmehl zu sehen, das das Loch umgibt.

Bei Möbeln gibt es zwei Möglichkeiten, den Holzwurm zu bekämpfen. Entweder werden die Möbel extrem heruntergekühlt oder auf Temperaturen von rund 60°C erhitzt. Dadurch sterben die Larven ab und das Möbelstück kann anschließend gepflegt werden, um durch die Behandlung selbst keinen langfristigen Schaden zu nehmen. Bei lebendem Holz wird es allerdings schwieriger, Holzwürmer auf diese Weise zu entfernen - selbst, wenn es möglich wäre, Bäume zu transportieren, würden sie die Behandlung nicht überleben.

Gute Erfolge in der Forstwirtschaft haben bisher Einsätze mit Fressfeinden des Holzwurms gebracht. Die Fressfeinde wurden vor allem als Indikatoren für die Stärke des Befalls verwendet: Je mehr vorhanden waren, desto stärker war der vermutete Befall mit Holzwürmern. Mittlerweile werden sie allerdings bewusst ausgesetzt, um starken Holzwurmbefall zu minimieren. Es geht gerade bei größeren Baumbeständen nicht darum, die Holzwürmer vollständig auszurotten - ein geringer Restbestand wird immer vorhanden bleiben. Vielmehr lautet das Ziel, die schädliche Masse zu verringern und durch die Fressfeinde der Holzwürmer auf einen Bestand zu kommen, den die Bäume noch verkraften können, ohne zu viel Schaden zu nehmen oder unbrauchbar zu werden.

Fressfeinde bringen allerdings erst nach und nach Erfolg. Sie gelten zwar als schonende Methode, können bei übermäßig starkem Befall aber kaum verhindern, dass das Holz der Bäume unbrauchbar wird oder die Bäume absterben. Deswegen werden in solchen Fällen chemische Vernichtungsmittel eingesetzt. Solche Techniken eignen sich vor allem zur Bekämpfung des Holzwurms in größeren Baumbeständen, da ihre Verteilung aufwendig und teuer sein kann. Allerdings stellt sich dann schnell der Erfolg ein - lediglich der Aspekt der Schädigung der Umwelt muss noch beachtet werden.


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