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Gartengemeinschaft - Schädlinge - Kellerasseln im Garten

Kellerasseln im Garten





Kellerasseln gehören zur Art der Krebse, was zur Folge hat, dass sie sich vorzugsweise in feuchten Umgebungen aufhalten. In der Nähe von Gewässern fühlen sie sich ganz besonders wohl. Aber auch auf Wiesen, in Gärten, Wäldern und Hecken sowie unter Steinen sind sie anzutreffen. Allerdings kann die Kellerassel auch durchaus in trockeneren Umgebungen für längere Zeit überleben. Die bis zu zwei Zentimeter wachsenden Kellerasseln sind nicht nur nachtaktiv. Mit ihren bräunlich-gräulichen, flachen und ovalen Körpern auf sieben Beinpaaren nebst zwölf Spaltfüßen und einem Tastorgan an der Schwanzplatte ist sie auch bestens ausgestattet und verflixt schnell.

Ihre Fühler sind sehr sensibel und ihre Geschmacksnerven nicht allzu wählerisch. Als so genannte Allesfresser, oder etwas wohlwollender ausgedrückt: Entsorger, verbeißen sie sich gleichermaßen in Möhren, Kartoffeln und Obst wie auch in abgestorbenen Pflanzenteilen.

In Gruppen sind Kellerasseln durchaus in der Lage die Aufzucht von Keimlingen und noch jungen Pflanzen in Gewächshäusern komplett zu vernichten. Abgesehen von dem potentiellen Ekel-Faktor übertragen Kellerasseln jedoch, im Gegensatz zu vielem sonstigem Ungeziefer keine Krankheiten. Auch wenn diese Tatsache bei aktuellem Befall des heimischen Kellers oder Gartens natürlich nur einen ganz minimalen Trost darstellt.

Um Kellerasseln wirkungsvoll zu bekämpfen gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie zum Beispiel Fraßköder, Klebefallen und Kontaktgifte. Klebefallen bewirken, dass die Tiere an ihnen, wie der Name bereits verrät, kleben bleiben. Sie können anschließend einfach entsorgt werden und die Fallen selbst sind für Menschen und Haustiere völlig ungefährlich. Dem entsprechend können sie überall dort, wo der Befall von Kellerasseln bemerkt wird, gefahrlos aufgestellt werden.

Köderdosen bieten den Vorteil, dass die Kellerasseln durch den für sie schädlichen Gift- und Wirkstoff Chlorpyrifos, der sich auf ihr Nervensystem negativ auswirkt, getötet werden. So genannte Kontaktgifte in flüssiger oder Pulver-Form können dagegen direkt vor oder in die Schlupfwinkel gebracht werden. Diese Gifte schädigen ebenfalls das Nervensystem der Quälgeister und töten sie. Der Vorteil dieser Kontaktgifte liegt darin, dass sie in kürzester Zeit, meist schon nach wenigen Minuten, ihre Wirkung zeigen. Eine eventuelle Gefährlichkeit der variablen Inhaltsstoffe für Menschen und Haustiere sollte jedoch vor Einsatz dieser Fallen unbedingt überprüft oder hinterfragt werden.

Außerdem gibt es im Handel bekämpfende Wirkstoffe, die ein Austrocknen der Tiere durch Beschädigung der Wachsschicht auf ihren Körperoberflächen verursachen. Das hat zur Folge, dass die Kellerasseln, oder „Porcellio scaber“, wie sie von leidvollen Kennern auch genannt werden, schlicht austrocknen. Interessant zu wissen ist sicher auch, dass die Kellerassel, obwohl sie zu den Krebstieren gehört, nicht schwimmen kann. Ob es sich hier um ein generelles Versäumnis der jeweiligen Eltern-Generation oder einfach um eine Gnade der Natur handelt, soll an dieser Stelle dahin gestellt bleiben.




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