Der
Stolz und die Freude eines jeden Gärtners ist es, wenn die Bäume und
die Sträucher in seinem Garten reiche Ernte tragen. Um so ärgerlicher
ist es daher, wenn die Bäume oder die Sträucher von einer Krankheit
befallen sind.
So ist zum Beispiel gerade bei
Pfirsichbäumen die so genannte Kräuselkrankheit gefürchtet. Man kennt
diese Krankheit auch unter dem Namen Bläschen- und Kräuselkrankheit.
Die Kräuselkrankheit wird durch einen Pilz namens Taphrina deformans
verursacht.
Früher ging man davon aus, dass dieser
Pilz vor allem die gelbfleischigen Pfirsichsorten befällt, während die
rotfleischigen oder die weißfleischigen Pfirsichsorten nicht so
anfällig sein sollten. Neuere Untersuchungen der Bayerischen
Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau haben aber gezeigt, dass die
rotfleischigen und die weißfleischigen Pfirsichsorten genau so von der
Kräuselkrankheit befallen werden wie die gelbfleischigen Pfirsichsorten.
Der
Verursacher der Kräuselkrankheit, der Pilz Taphrina deformans, ernährt
sich von abgestorbenen Pflanzenteilen und überwintert auf der Rinde,
den Zweigen und den Knospen des Pfirsichbaums.
Sobald
das so genannte Knospenschwellen bei den Pfirsichbäumen beginnt, fängt
auch der Pilz an, die Knospen zu infizieren. Beim Knospenschwellen
werden die Knospen dicker und die Knospenschuppen beginnen, sich zu
verschieben. Dies ist die ideale Gelegenheit für den Pilz, sich in den
Knospen einzunisten und sich zu verbreiten.
Ist ein
Pfirsichbaum von der Kräuselkrankheit befallen, erkennt man dies an den
Laubblättern. Diese verfärben sich im Frühjahr weißlich-grün bis rot,
sind verdickt, wirken blasig aufgetrieben und sind deformiert. Außerdem
bildet sich auf der Blattoberseite sowie manchmal auch auf der
Unterseite ein samtartiger Belag. Die befallenen Blätter vertrocknen
und fallen dann ab. Durch den Verlust der Blätter hat der Baum eine
geringere Assimilationsfläche und wird dadurch schwächer.
Es
gibt zwar einige chemische Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung der
Kräuselkrankheit, aber diese sind für Hobbygärtner nicht zugelassen.
Hobbygärtnern bleibt daher nur die Möglichkeit, ihre Pfirsichbäume
gegen die Kräuselkrankheit zu schützen, indem sie sie mit einem
Pflanzenstärkungsmittel behandeln, das natürliche Fettsäuren und
Pflanzenextrakte enthält. Mit diesem Stärkungsmittel müssen die
Pfirsichbäume mehrfach abgespritzt werden, um einen Erfolg zu erzielen.
Mit der Behandlung sollte man beginnen, sobald die Außentemperaturen
auf über 10° C steigen, da ab dieser Temperatur das oben beschriebene
Knospenschwellen beginnt und damit auch der Stoffwechsel der Bäume
startet. Pfirsichbäume haben nur eine kurze Winterruhe und treiben
schon früh aus, etwa im März, bevor sie im April mit der Blüte beginnen.
Um
den Befall der Pfirsichbäume mit der Kräuselkrankheit zu verringern,
sollte die Behandlung mit dem Stärkungsmittel bis zur Blüte im April
weiter durchgeführt werden.