Schnecken gehören zu den wohl unbeliebtesten, ungebetenen
Gästen, die man sich im eigenen Garten vorstellen kann. Diese Art der
Weichtiere unterteilt sich in weit über 100.000 Arten.
Über 2.000 Landschneckenarten gibt es insgesamt in Europa.
Folgende davon sind besonders häufig in deutschen Gärten vertreten.
Hierbei werden nur Schadschnecken aufgezählt, denn nicht alle
heimischen Schnecken sind Schädlinge - im Gegenteil, viele von ihnen
sind sogar ziemlich nützlich.
Die Große Wegschnecke
Gehört zu der Gruppe der Nacktschnecken, und somit zu den
größten Schädlingen im Garten. Die dunkelrot, bräunliche Schnecke kann
in einigen Fällen weit über 15 Zentimeter lang werden. Die Größe und
das Gewicht können je nach Witterung sehr unterschiedlich sein. Der
Lebensraum liegt hauptsächlich bei Wiesen, Wälder und Hecken. Sie sucht
ihre Nahrung auf der Bodenoberfläche und ernährt sich von grünen
Pflanzen, Pilzen und abgestorbenen Pflanzenteilen.
Die Gartenwegschnecke
Die Gartenwegschnecke ist im Vergleich zur großen Wegschnecke
viel kürzer und hat somit eine Länge von circa 3 Zentimetern. Die
dunkelbraun bis schwarz gefärbte Schnecke hinterlässt eine deutliche
Schleimspur. Wie der Name vermuten lässt, kommt die Gartenwegschnecke
vor allem in heimischen Gärten vor. Diese Schneckenart richtet jedoch
weniger Schaden an als die große Wegschnecke. Da sie sich hauptsächlich
unter der Bodenoberfläche aufhalten, verursachen sie primär Schäden an
Wurzeln.
Die genetzte Ackerschnecke
Die genetzten Ackerschnecken sind gelblich-weiß bis gräulich.
Die bis zu 5 Zentimeter langen Ackerschnecken legt vor allem in Gärten
und auf Wiesen. Ackerschnecken können sich sowohl unter der
Bodenoberfläche, als auch oberhalb aufhalten und fressen somit alles
was ihnen in die Quere kommt.
Die spanische Wegschnecke
Die spanische Wegschnecke hat optisch eine große Ähnlichkeit
mit der großen Wegschnecke und stammt ursprünglich aus Portugal. In
einem feucht-kühlem Klima fühlt sich diese Schneckenart am wohlsten.
Vorbeugen gegen Schnecken
Um einer Schneckenplage vorzubeugen, sollten Sie Ihre
Pflanzen möglichst nur morgens gießen. Das Gießen am Abend begünstig
die Lebensbedingungen für die Schnecken. Verschließen Sie zudem Ihren
Komposthaufen, damit die Schnecken dort keine Eier ablagern können.
Bekämpfung der Schnecken
Zur Bekämpfung der Schnecken eignen sich selbstgebaute
Fallen. Dies können z.B. in den Boden gegrabene Gläser sein, welche mit
Bier gefüllt werden. Dies sorgt dafür, dass Schnecken angelockt werden
und diese daraufhin in dem Bier ertrinken.
Um die Schnecken effektiv zu jagen, sollten Sie den frühen
Morgen bzw. den späten Abend als Zeitpunkt wählen. Verfolgen Sie dazu
am besten die Schleimspur. Die Schnecken können dann z.B. mit einer
Gartenschere geteilt werden. Ebenso ist die Verwendung von kochend
heißem Wasser nützlich. Das sich der klebrige Schneckenschleim nur
schwer abwaschen lässt, ist es sinnvoll Handschuhe zu tragen.
Schneckenzäune kann man in jedem Gartencenter kaufen, und
sorgen dafür, dass bestimmte Bereiche des Gartens für die Schnecken
unüberwindlich sind. Besonders haltbar sind Schneckenzäune aus
verzinktem Blech.
Senf und Majoran sind nützliche Pflanzen, welche man als
Geruchsabwehr verwenden kann.
Wer einen großen Garten besitzt, sollte darüber nachdenken
Enten zu halten, denn diese gehen gerne auf Schneckenjagd.