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Gartengemeinschaft - Schädlinge - Nacktschnecken

Nacktschnecken





In unseren Gärten sind Nacktschnecken ganz besonders unbeliebte Gäste. Das liegt gewiss nicht nur an ihrem – für uns Menschen – wenig attraktiven Äußeren, sondern vor allem an den großen Schäden, die durch Nacktschnecken verursacht werden. Die Nacktschnecke gehört zu den Weichtieren und im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Gehäuseschnecken, schützt sie sich vor dem Austrocknen, indem sie sich bei Tag unter Pflanzen oder in Erdfurchen verborgen halten. Die Tiere sind dämmerungsaktiv und sobald die Sonne sinkt, beginnen sie ihre zerstörerischen Raubzüge.

Besonders eine Art der Nacktschnecken hat sich als hartnäckiger Dauergast herausgestellt: Die Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus), die über die Iberische Halbinsel in unsere Breiten eingeschleppt wurde, ist auch in hiesigen Regionen Herrscherin über viele Gärten geworden, da sie robuster ist, als die heimischen Arten und sich sehr viel schneller fortpflanzt. Keine Frage: Nacktschnecken sind für jeden Garten gefräßige Schädlinge und gerade ein Gemüsegarten oder ein schönes Blumenbeet bieten den Räubern perfekte Bedingungen, was zum einen an der meist feuchten Erde und zum anderen an der Vielzahl nahrhafter Pflanzen liegt.

Natürlich stehen zahlreiche, chemische Hilfsmittel zur Verfügung, um die schleimigen Schädlinge zu bekämpfen, aber nicht immer ist deren Einsatz notwendig, denn es gibt durchaus sanftere Alternativen. Wichtigster und erster Schritt ist das regelmäßige Einsammeln der Nacktschnecken, die sich im Garten meist an dunklen und feuchten Orten verstecken.

Häufig wird man in der Nähe von Regentonnen oder im Kompost fündig, aber auch unter Pflanzen mit breiten Blättern, die den Schnecken tagsüber Schutz bieten. Viele Gartenbesitzer haben die Angewohnheit, ihre Beete in den Abendstunden zu wässern, was den gefräßigen Räubern in die Karten spielt, da sie zu ihrer Hauptfresszeit dann optimale Bedingungen vorfinden. Tipp: Morgens gießen und Beete nicht zu stark mit Mulch füllen, da dieser die Feuchtigkeit lange speichert.

Nicht zu unterschätzen bei der Bekämpfung von Nacktschnecken ist der Faktor „Natürliche Feinde“. Für viele Vogelarten, Igel und Kröten z. B. sind diese Weichtiere echte Leckerbissen und wird das Vorkommen der Schneckenfresser im Garten gezielt gefördert, geht auch der Nacktschneckenbefall deutlich zurück. Als wirksames Mittel haben sich die so genannten „Bierfallen“ erwiesen, von denen die Tiere scheinbar magisch angezogen werden. Allerdings: Auch die Schnecken in Nachbars Garten fühlen sich von diesem Aroma gerne eingeladen. Flache Holzlatten, die in den Beeten ausgelegt werden, können ebenfalls helfen, da sich die Schnecken darunter tagsüber gerne verbergen. Es muss also nicht immer zur chemischen Keule gegriffen werden, um Nacktschnecken aus dem Garten zu vertreiben.




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