Die
Schildlaus gehört zu den wohl bekanntesten Schädlingen imGarten.
Schildläuse sehen den Blattläusen optisch sehr ähnlich und
gefährden neben Apfel-, Pflaumen-, und Birnenbäumen auch Kirschen,
Himbeeren, Stachelbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren. Die an den
Pflanzen verursachten Schäden reichen vom
Ausfallen der Blätter bis zu Hemmungen des Wachstums, klebriger
Honigtau sowie Rußtau.
Die Weibchen der Schildläuse sitzen regungslos auf der
Wirtspflanze. Dabei ist der Saugrüssel direkt mit dem Pflanzengewebe
verbunden. Der Name "Schildlaus" ist auch auf die Weibchen
zurückzuführen, weil diese durch ein Rückenschuld vor äußeren
Einflüssen geschützt werden. Die Männchen haben nicht die Möglichkeit
Nahrung aufzunehmen,
weil diese über keinerlei Mundwerkzeuge verfügen.
Die Vermehrungsrate der Schildläuse ist enorm hoch. Ein
einziges Weibchen ist somit in der Lage tausend Eier zu legen. Der
Gesamtnachwuchs innerhalb eines Jahres liegt bei mehreren Millionen,
weil jeden Sommer sechs Generationen entstehen.
Die aus den Eiern schlüpfenden Larven sind zunächst
beweglich, um sich eine geeignete Stelle an der Wirtspflanze zu suchen.
Ist eine solche Stelle gefunden worden, verlieren die Larven ihre Beine
und bilden das bekannte Schild aus, um sich fest mit der Wirtspflanze
zu verbinden.
Die zuvor erwähnten Wachstumsstörungen sowie Verkrüppelungen
des Baumes werden durch den Speichel verursacht, welcher sich beim
Saugen an der jeweiligen Pflanze überträgt. Problematisch ist zudem die
Tatsache, dass von den
Schildläusen Honigtau abgesondert wird, welches zum einen Rußtau bildet
und zum anderen aufgrund seiner Süße viele Ameisen anlockt.
Schildläuse müssen nicht zwangsläufig nur im Garten
vorkommen, und sind deshalb auch in manchen Fällen in Zimmerpflanzen zu
finden. Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Schildläusen,
wobei die "Kommaschildlaus" die am häufigsten auftretende Form ist.
Da sich die Schildläuse mit ihrem Saugrüssel im
Pflanzengewebe verankern, ist es wichtig, regelmäßig die Rinde der
eigenen Pflanzen zu pflegen. Am effektivsten funktioniert dies, indem
man diese abbürstet. Bereits von Schildläusen befallene Stellen sollten
eingeölt werden. Zur Bekämpfung lohnt sich der Einsatz von
schwefelsaurer
Tonerde (Alaun). Diese sollte im Winter aufgetragen werden.