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Gartengemeinschaft - Schädlinge - Sternrußtau und Rosenrost loswerden

Sternrußtau und Rosenrost loswerden





Sternrußtau (lat.: Diplocarpon rosae) ist eine Pilzkrankheit, die besonders häufig Rosen befällt. Sie ist gut an den charakteristischen schwarzen Flecken auf den Blättern der Rose zu erkennen. Die Ursache liegt in Pilzsporen, die im Boden überwintert haben und durch die Verwendung von Gieß – beziehungsweise Regenwasser an die Pflanzen abgegeben werden.

Bei Beginn der Erkrankung sind auf den Blättern schwarzbraune, runde Flecken zu sehen, die sich dann sternenförmig vermehren. Letztendlich vergilben die Blätter und fallen ab. Dadurch wird die Rose geschwächt, da die Assimilation eingeschränkt ist. Durch den Verlust der Blätter werden nur noch wenige neue Blüten gebildet, die neuen Triebe können nicht ausreifen und auch kein Holz bilden, was eine geringe Frosthärte bedeutet.

Ob und wie sehr sich diese Pilzsporen ausbreiten, hängt aber auch mit der Widerstandsfähigkeit der Pflanze zusammen. Durch ausreichende Nährstoffversorgung kann der Gärtner also die Widerstandfähigkeit seiner Pflanzen gegen Sternenrußtau erhöhen. Sind die Rosen nämlich erst einmal befallen, gelingt es nur noch schwer, die Krankheit in den Griff zu bekommen. Die Pflanzen sollten nur an der Wurzel gegossen werden, damit die Pilzsporen nicht das für sie wichtige feuchte Klima auf den Blättern vorfinden.

Ab Mai sollten die Rosen vorbeugend mit geeignetem Spritzmittel behandelt werden. Grundsätzlich sollten bei Beginn dieser Erkrankung die befallenen Triebe und Blätter konsequent entfernt werden. Entsorgt werden müssen sie über den Hausmüll, auf keinen Fall jedoch auf dem Komposthaufen, da dies eine Weiterverbreitung zur Folge hätte.´

Als Alternative zu den meist chemischen Pflanzenschutzmitteln empfiehlt sich ein Spritzen der Rosen mit Schachtelhalmtee oder ausgegorener Brennesseljauche. Ebenfalls wirksam ist die Verwendung von Holzasche auf dem Erdboden. Einen Sud aus Schachtelhalm mischt man aus einem Kilogramm frischem beziehungsweise 150 Gramm getrocknetem Kraut mit zehn Litern Wasser. Dieser Sud hilft circa 1:4 verdünnt gegen Sternrußtau, Rosenrost und andere Schädlinge. Eine vorbeugende Behandlung mit diesem Sud ist zu empfehlen.

Rosenrost ist ebenfalls eine sehr weit verbreitete Pilzerkrankung bei Rosenpflanzen. Man erkennt sie an den charakteristischen schwarzen Pusteln auf der Unterseite der Blätter, die zu Beginn jedoch erst gelb und dann braun werden, bevor sie ins Schwarze übergehen. Die obere Seite der Blätter hat ebenfalls kleine Flecken. Auch diese Krankheit hat als Ursache die überwinternden Pilzsporen, die auf den abgefallenen Blättern vorkommen. Ein weiterer möglicher Grund ist Kaliumangel. Hier helfen geeignete Düngemittel, um den Befall einzudämmern.

Es gibt jedoch auch sehr hartnäckige Fälle, in denen die Rosen mit Schwefelpräparaten behandelt werden sollten. Zur Vorbeugung empfiehlt sich auch hier der Sud aus Schachtelhalm. Da auch Rosenrost bei schwächeren Pflanzen wesentlich häufiger vorkommt, sollte man von Anfang an darauf achten, widerstandsfähige Pflanzen wie die ADR – Rosen zu setzen. Auch hier sollte grundsätzlich nur am Boden gegossen werden und auf keinen Fall über die Blätter. Wie andere Pflanzen auch, sollten Rosen regelmäßig geschnitten werden und das Falllaub sollte über den Hausmüll entsorgt werden.

Chemische Pilzbekämpfungsmittel, die sowohl bei Rosenrost als auch bei Sternrußtau eingesetzt werden, sind beispielsweise Baymat und Saprol Neu. Allerdings sollte immer erst mit natürlichen beziehungsweise pflanzlichen Methoden versucht werden, der Lage Herr zu werden, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten.




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Leser-Kommentare (1)

Alfred (13.09.2009 12:49:11)

Artikel war sehr hilfreich.
Werde die Methoden ausprobieren!




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