Moderne Systeme funktionieren über Töne.
Hierbei werden vom Gerät hochfrequente Töne in kurzen
zeitlichen Abständen ausgestoßen. Das Prinzip
basiert auf dem Umstand, dass die hohen Töne für das
Tier störend sind. Daher weicht die Wühlmaus dem Ton
aus und verlässt das Grundstück. Das Problem an
diesem Prinzip ist einfach beschrieben: Die Töne werden auch
von anderen Tieren wahrgenommen, die darauf empfindlich reagieren
können.
Ein Tipp der auf dem gleichen Prinzip basiert ist das Aufstellen von
Windmühlen. Durch den Wind werden die
Windmühlenflügel in Schwingung versetzt. Dadurch
werden ebenfalls Schwingungen erzeugt, die Wühlmäuse
als hochfrequenten Ton wahrnehmen und dem Grundstück
fernbleiben. Auch das Eingraben von Flaschen ohne Flaschenboden basiert
auf dieser Grundlage.
Klassische Fallen sind die Zangenfallen und die Rohrfallen. Um die
Fallen einzusetzen, ist es notwendig, einige Tage zu beobachten, welche
Wege das Tier benutzt. Die beiden Fallensysteme werden direkt in den
Weg der Wühlmäuse gelegt. Die Zangenfalle klappt zu
und tötet daher das Tier. Die Rohrfallen fangen die
Wühlmaus lebendig, weshalb sie für Tierfreunde
empfehlenswert sind. Die beiden Methoden versprechen zwar Erfolg,
dieser kann allerdings einige Tage auf sich warten lassen.
Weitere Hilfe versprechen alte Hausmittel. Ihnen gemeinsam ist, dass
sie alle auf den Geruchssinn zielen. Bei den Hausmitteln
müssen die Gänge offen gelegt oder die Hügel
abgetragen werden. In das Gangsystem des Tieres werden dann stinkende
Substanzen eingefüllt. Hier sollen sich Gülle, alter
Fisch oder auch Essigwasser bewährt haben. Durch den
beißenden Geruch sollen die Tiere angeblich verschwinden.
Wie fange ich die Wühlmaus richtig?
Bevor die Wühlmaus verfolgt wird, sollte der
Gartenfreund sich vergewissern, dass es sich tatsächlich um
eine Wühlmaus handelt. Die Hügel sehen denen der
Maulwürfe ähnlich.
Im Gegensatz zum Maulwurf sind die Wühlmaushügel
kleiner als bei den blinden Tierchen. Gleichfalls sind die
Löcher im Hügel nicht in der Mitte, sondern versetzt.
Beim Aufgraben erkennt der Wühlmausjäger schnell die
acht Zentimeter breiten und hochovalen Gänge.
Direkt am
Hügel selbst liegen Pflanzenreste, die von der
Wühlmaus nach der Mahlzeit zurückgelassen wurden. Ein
sicheres Zeichen für Wühlmäuse sind
abgenagte Pflanzenwurzeln. Nicht jede Pflanze steht auf dem Speiseplan.
Möhren, Sellerie und Tulpenzwiebeln sind die bevorzugte
Nahrung. Auch die Rinde von Rosen- oder Obstbaumwurzeln stehen auf dem
Speiseplan. Ein Maulwurf würde die Pflanzen nicht
schädigen, da er tierische Nahrung bevorzugt.
Die Unterscheidung ist wichtig, denn Maulwürfe stehen unter
Artenschutz. Deshalb dürfen sie im Gegensatz zur
Wühlmaus nur vertrieben werden, während die
Wühlmaus auch getötet werden darf. Ob ein Gang noch
bewohnt ist, kann ganz leicht festgestellt werden. Der Gartenfreund
kann die Gänge auf bis zu 30 Zentimeter öffnen. Ist
er noch bewohnt, dann wird er von der Wühlmaus wieder
verschlossen. Dies geschieht innerhalb weniger Stunden, da die
Wühlmaus ihre Gänge immer wieder
durchläuft.
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