Viele Besitzer eines Gewächshauses plagt alljährlich zum Jahresende die eine Frage: wohin mit all den Lieblingen zum Überwintern? Keller, Hausflur, Dachboden, alle Plätze sind ausgeschöpft und dennoch reicht der Platz nicht hinten und nicht vorn, um die nicht frostsicheren Gewächse schonend über die kalte Jahreszeit zu bringen.
Hier wäre zu überlegen, ob sich die Anschaffung einer Gewächshausheizung lohnt. Unabhängig von den äußeren Witterungsbedingungen lassen sich so Pflanzen züchten, ziehen, hegen und pflegen. Vor der Anschaffung sollte natürlich einiges beachtet werden. Es gibt Gewächshausheizungen in vielen verschiedenen Variationen. Grundsätzlich sollte man sich allerdings vorab gründlich informieren, inwiefern das Gewächshaus einigermaßen abgedämmt werden kann, um Energieverluste zu vermeiden.
Da wäre zum einen das Heizen mit Strom aus der Steckdose zu nennen. Abgesehen vom dafür notwendigen Stromanschluss ist dies eine relativ simple Angelegenheit, denn man braucht die Heizung nur über die Steckdose anschließen, und schon kann geheizt werden. Mittlere Geräte sind bereits ab 200 Euro zu erwerben. Beim Kauf sollte man jedoch unbedingt darauf achten, dass das Gerät über eine Thermostatregelung zur Temperaturüberwachung verfügt. Manche Geräte verfügen über verschiedene Jahreszeiten-Modi, was sich ebenfalls anbietet, um die Heizleistung zu steuern.
Als Alternative dazu käme eine Gasheizung in Frage. Hierbei gibt es wiederum zwei verschiedene Varianten, zum einen Gas aus der Leitung und zum anderen Gas aus der Flasche. Vor allem für größere Gewächshäuser (etwa ab einer Grundfläche von 35 Quadratmetern) bietet sich die Gasheizung an. Die meisten Gasheizungen für Gewächshäuser werden mit Propangas betrieben. Aber auch der Anschluss an das lokale Gasnetz ist möglich. Beim Propangas bietet es sich an, immer ein oder zwei Ersatzflaschen für den Notfall parat stehen zu haben. Die Heizung sollte über eine automatische Temperatursteuerung verfügen. So kann der Gasverbrauch optimal reguliert werden. Im Allgemeinen sind Gasheizungen relativ Platz sparend und können sogar zwischen den Pflanzen eingebaut werden. So kann man sie etwas „verstecken“. Der Anschaffungspreis liegt bei zirka 150 Euro aufwärts. Natürlich muss noch das zu verbrauchende Gas mit einkalkuliert werden.
Eine weitere Möglichkeit ist das Beheizen mit Petroleum
Eine Petroleumheizung ist eher für ein kleineres Gewächshaus geeignet. Solche Heizungen sind leicht zu transportieren, denn sie sind mit ihren Abmessungen von ungefähr 10 Zentimetern Höhe und etwa 30 Zentimetern Breite recht klein. In einen Tank wird das Petroleum eingefüllt. Nach der Betankung kann die Heizung sofort in Betrieb genommen werden. Vorteilhaft ist hier, dass man unabhängig ist von Leitungen, denn der Standort ist variabel. Es müssen nicht erst umständlich Gas- oder Elektroleitungen verlegt werden. Als nachteilig ist allerdings die Heizleistung anzusehen, da sie nicht besonders ergiebig ist. Die Temperaturen, die man mit einer solchen Petroleumheizung erzielen kann, sind alles andere als üppig. Auch das Überwachen der Tankfüllung ist schwierig. Als Frostwächter dagegen sind sie durchaus ins Kalkül zu ziehen. Man kann mit einer Petroleumheizung also vermeiden, dass die Temperatur im Gewächshaus unter den Gefrierpunkt sinkt.
Da sie relativ preisgünstig sind (einfache Ausführungen sind bereits für 25-30 Euro zu haben), eignen sie sich eher als Frostwächter, weniger für den Dauerbetrieb.