Ein schönes Gartenhaus hat viele Vorteile, die der
Gartenbesitzer nicht missen möchte, und ist eine sowohl
nützliche als auch schmückende "Immobilie." Wie aber
kann der Besitzer das Haus gut über den Winter bringen und die
Substanz erhalten, so dass es lange hält und dabei auch gut
aussieht? Ein winterfestes Gartenhaus ist ohne großen Aufwand
möglich, denn es gibt zahlreiche praktische Tipps.
Der wichtigste beginnt mit der Anschaffung bzw. dem Material: Das Holz
muss qualitativ hochwertig sein, damit es Wind und Wetter
standhält. Gartenhäuser sind in beinahe jeder
Preisklasse erhältlich, aber Einsparungen beim Kauf wirken
sich später auf die Dauerhaftigkeit aus. Das optimale Holz ist
die nordische Fichte, die in Skandinavien beheimatet ist. Sie
wächst langsam und bildet hartes Holz in engen Jahresringen.
Das bringt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber
allen Wettereinflüssen mit sich, seien es Nässe,
Frost oder Sonneneinstrahlung.
Da Holz als Baumaterial sich natürlich nicht mehr selbst
regenerieren kann wie lebendiges Holz, benötigt auch das
Gartenhaus aus widerstandsfähiger Nordfichte einen wirksamen
Schutz in Form eines Anstriches. Eine Wetterschutz-Lasur trägt
eminent zum Erhalt des Holzes bei. Sie sollte sowohl atmungsaktiv als
auch wasserabweisend sein und muss regelmäßig
erneuert werden.
Bevor es richtig kalt wird, empfiehlt sich eine genaue Prüfung
des ganzen Hauses: Wände, Dach, Fenster und Regenrinnen. Jeder
möglichen Undichtigkeit muss gut vorgebeugt werden und auch
Stellen, die vielleicht erst mittelfristig zu Löchern werden,
sollten frühzeitig repariert werden, falls der Winter strenger
wird als erwartet. Ohnehin sind regelmäßige
Kontrollen des Hauses ratsam, um eventuell auftretende Schäden
schnell zu entdecken. Wenn eine Scheibe zerbricht und wochenlang Wasser
oder Schnee eindringen können, ist es für das Haus
manchmal bereits zu spät. Ebenso ist es nützlich
regelmäßig vorbeizuschauen, um das Gartenhaus zu
lüften. Das beugt der Schimmelbildung vor.
Wenn das Gartenhaus über Wasserleitungen verfügt,
müssen diese vor dem ersten Frost abgestellt und geleert
werden, damit sie bei kaltem Wetter nicht platzen und das Haus in
Mitleidenschaft ziehen. Es ist nicht in jedem Fall notwendig,
über Winter zu heizen, es sei denn, Blumen
überwintern im Haus. Sie brauchen durchaus Wärme. Da
in zahlreichen Kleingartenvereinen Ofenheizungen aus
Sicherheitsgründen nicht erlaubt sind, werden eigens
für diesen Zweck im Fachhandel Elektroheizungen angeboten. Sie
halten das Gartenaus kontinuierlich warm genug, aber es stellt sich die
Kostenfrage: Elektrisch zu heizen ist nicht billig.
Bei starken Schneefällen empfiehlt es sich ein wachsames Auge
auf die Belastung des Daches zu haben und eine schwere Schneedecke
gegebenenfalls zu entfernen. Dasselbe gilt für lange
liegenbleibenden Schnee an den Holzwänden, insbesondere, wenn
er sehr feucht ist und das Holz nicht trocknen kann. Auch hier sollte
er weggeschaufelt werden.
Diese Tipps werden dazu beitragen, das Gartenhaus über viele
Jahre hinweg gut zu pflegen und zu erhalten. Gleichzeitig sind sie ohne
großen Zeitaufwand in die Tat umzusetzen.