Spielende Hunde im Garten sind etwas Schönes – es sei denn, sie werden ungebeten als Gartenarchitekten tätig. Die Vierbeiner graben mit Begeisterung Blumenbeete um, scharren Löcher in den Rasen und platzieren ihre Hinterlassenschaften, wo sie niemand gerne findet. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann Gesundheitsgefährdend sein. Sind Hund und Besitzer bekannt, ist ein klärendes Gespräch unter Nachbarn meistens eine schnelle Lösung. Leider ist es nicht immer so einfach.
Im Kern besteht die erste Strategie zur Hundeabwehr darin, die Attraktivität des Gartens zu reduzieren. Um dieses Ziel für Katzen zu erreichen, reicht häufig schon ein Rasensprenger mit Zufallszeitschaltung. Um Hunde nachhaltig zu vertreiben, ist mehr Aufwand nötig.
Für Hunde ist die Nase das zentrale Medium der Informationsbeschaffung.
Gerüche wirken daher zuverlässig abschreckend. Eine elegante Umsetzung dieser Strategie ist die einjährige Australische Buntnessel (coleus canin). Sobald die Pflanze eine gewisse Größe erreicht hat, sticht ihr Geruch Hunden im wahrsten Sinne des Wortes in die Nase. Mehrere Pflanzen an den Außengrenzen des Gartens wahren die Gartenästhetik und wehren ungeladenen Hundebesuch ab.
Als Soforthilfe eignet sich eher das Abdecken. Netze über den Pflanzen beziehungsweise grobmaschige Drahtgeflechte, Kieselsteine oder Rindenmulch auf der Erde helfen, Hunde vom Umgraben der Beeten abzuhalten. Zusätzlich können bestimmte Aromen wie Essig, Knoblauch, Zimt, Eukalyptus oder Pfeffer beziehungsweise im Fachhandel erhältliche Abwehrpräparate aufgebracht werden. Die Fertigprodukte eignen sich zudem zum Behandeln von häufig "markierten" Gartenwegen und Baumstämmen. Allerdings verfliegen die Gerüche, so dass im Abstand weniger Wochen neu präpariert werden muss.
Die zweite Strategie zur Hundeabwehr besteht darin, den Tieren den Zutritt zum Garten zu erschweren oder unangenehm zu machen. In erster Linie ist hier an Zäune zu denken. Schon relativ niedrige Höhen halten Hunde ab, wenn enge Drahtmaschen oder schmale Lattenabstände gewählt werden. Optisch reizvolle Alternativen sind Hecken, die je nach Geschmack aus immergrünen Gewächsen oder Dornensträuchern gepflanzt werden können.
Wer auf technische Hundeabwehr setzen möchte, findet im Fachhandel eine Reihe an Produkten, die als unsichtbare Zäune effizient Grundstückgrenzen sichern. Diese Geräte sind an Bewegungsmelder angeschlossen und halten tierische Eindringlinge mit Ultraschall fern.
Da der Schall für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar ist, gelten diese Lösungen zu Recht als nachbarschaftsfreundlich. Das gilt weniger für die Idee, einen Elektrozaun zur Hundeabwehr zu ziehen. Wenn Kinder in der Nähe spielen, sollte auf diese Variante verzichtet werden.
Grundsätzlich sollte jede Form der Hundeabwehr genau abgewogen werden. Einige der Hausmittel können für Hunde giftig sein und müssen dosiert eingesetzt werden. Außerdem können manche Abwehrmaßnahmen auch auf das eigene Haustier, willkommene Gartenfauna oder Begleithunde willkommener Gäste negativ wirken.
Eine mögliche Geruchsbelästigung der Nachbarschaft spricht dafür, einige Mittel nur für einzelne Beete oder abgelegener Grundstücksgrenzen einzusetzen. In der Regel wird eine Kombination mehrerer Maßnahmen die beste Wirkung für den Gartenfrieden erzielen.
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