Wer einen Swimmingpool hat, weiß, dass man nicht nur
Algen bekämpfen muss, sondern auch Bakterien. Denn in
stehenden Gewässern, ganz besonders wenn sie im
Außenbereich sind, sammeln sich schneller Bakterien an, als
man glauben mag. Dies gilt natürlich nicht für
funktionierende Schwimmteiche, die zwar auch stehende Gewässer
sind, sich aber durch den funktionierenden Ökokreislauf selbst
reinigen.
Doch der Pool muss gereinigt werden, da es sonst zu schweren
Infektionen kommen kann. Für viele ist das Mittel der Wahl
Chlor, was natürlich gut reinigt und Bakterien vernichtet und
dadurch auch den Algenbewuchs verhindert, aber auch Nebenwirkungen hat.
So kann es bei einer Überdosierung leicht zu
Verätzungen kommen und es riecht auch unangenehm.
Doch mittlerweile setzt sich Kupfersulfat immer mehr durch,
als Mittel zur Algenbekämpfung und zur Reinigung des Wassers.
Jetzt werden sicherlich einige Menschen sagen, dass Kupfersulfat giftig
und umweltschädlich ist. Das ist es auch, genauso wie Chlor.
Der wichtigste Punkt bei der Benutzung ist die richtige Dosierung. Dann
kann es nicht nur Algen, sondern auch Pilze und Ungeziefer vernichten.
Es bekämpft sogar die schwarze Alge, die sich durch ihre
Hartnäckigkeit auszeichnet. Dort kann Kupfersulfat helfen.
Kupfersulfat ist in seiner trockenen Form farblos, wird es mit
Kristallwasser versetzt, reicht seine Farbpalette von Blassblau bis
Dunkelblau. Das Wasser im Pool riecht nicht, aber es hat einen
metallischen, sehr unangenehmen Geschmack, der es Mensch und Tier
unmöglich macht, aus Versehen davon zu trinken.
Kupfersulfatlösungen werden auch in Notfällen der
Medizin als Hilfsmittel zum Übergeben verwendet. Des
Weiteren muss bei der Verwendung von Kupfersulfat im Pool beachtet
werden, dass sehr helle, blondierte oder aufgehellte Haare einen
Blaustich bekommen können.
Die Verwendung von Kupfersulfat ist umstritten, aber es ist
unbestritten, dass es Algen wesentlich besser bekämpft, als
Chlor dies tun kann. Außerdem verflüchtigt es sich
nicht, wie Chlor es nach einer Zeit tut, sondern bleibt in einer
einmaligen Dosierung die ganze Saison über im Pool. Daher muss
die Dosierung auch perfekt stimmen und darf 1mg pro m³ auf
keinen Fall überschreiten. Letztendlich muss jeder
Poolbesitzer selber entscheiden, ob er Kupfersulfat oder Chlor
vorzieht, was natürlich auch an der Wasserqualität,
den Möglichkeiten der Filteranlage und anderen Faktoren liegt.
Für die Umwelt ist Kupfersulfat ähnlich belastend wie
frisches Chlorwasser.
Sie
können mehr Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns
auf Ihre Tipps:
Leser-Kommentare
(6)
Manumaus
(02.09.2011 11:03:40)
Hallo ottimax! Ich danke für ihren Komentar.Ich hab seid 2 Monaten einen Pool (4,70 x 3,00 x 1,20 )der auch die ersten ca.5 Wochen sehr gut funktionierte . Wobei anzumerken wäre das das Wetter nicht so warm war (bis auf ein paar Tage).Darum wurde also auch nicht so viel gebadet.Aber seit ca.einer Woche ist er nur noch ein Tümpel.Der Filter läuft rund um die Uhr und mein Mann hat auch schon oft nachgechlort. Leider keine Besserung !Jetzt hab ich gelesen das Kupfersulfat helfen soll aber dazu gibt es ja auch verschiedene Meinungen !!!Ich hab jetzt trotzdem welches gekauft (CuSo4 5 H2O ) ? Ich hoffe das ist das richtige .Meine Frage ist nun : Sie schreiben etwas von Aluminiumsulfat.Geben sie das gleichzeitig dazu und wenn ja dann in welcher Dosierung . Oder gibt es das alles schon komplett ? Ich würde mich riesig freun wenn sie mir weiterhelfen könnten .Liebe Grüße Manuela
ottimax
(22.07.2011 11:28:54)
Ich besitze in Spanien einen Pool. 5x10m. Inhalt ca. 90 m³. Nach jahrelanger Anwendung von Chlor habe ich aufgrund von Hautreizungen auf die Verwendung mit Kupfer- und Aluminiumsulfat nur in der Badesaison (bei Wassertemperaturen ab ca. 20°)umgestellt. Das Aluminiumsulfat bindet Verschmutzungen, die somit verflocken und im Filter abgesondert werden. Nach nunmehr 5 Jahren Einsatz von Kupfersulfat habe ich beste Erfahrungen gesammelt. Bei richtiger Dosierung ca. 1 Gramm pro 1m³ besteht überhaupt keine Vergiftungsgefahr. Man muss schon mindestens 100L trinken um evtl. Probleme zu bekommen, aber wer tut das schon. Auch bei dieser Dosierung sind Blaufärbungen der Haare nicht gegeben.
Wolfgang
(07.12.2009 22:19:08)
Ich haabe mir mal dein Sicherheitsdatenblatt von einer Multifunktionstablette schicken lassen (4Funktionen) da erschien auch das Kupfersulfat enthalten ist.
Also ich denke mal, wenn man Kupferuslfat so gering dosiert wie einige schon oben beschrieben haben ist das überhaupt kein Problem im Schwimmbadwasser zuzugeben. Wie ich ja festellen musste ist es ja auch in Chlortabletten enthalten.
archisst
(31.08.2009 21:57:28)
@Micha:
Die Dosieranleitung meint wohl 1 Milligramm pro 1 Kubikmeter Wasser (1 mg/qbm). Diese wäre die maximale Dosierung, ohne direkte Gefahr für Menschen zu verursachen. Gleichwohl darf das so behandelte Wasser nicht in die Kanalisation gelangen, da es die Bakterien der biologischen Reinigungsstufe im Klärwerk abtöten kann. Die Verwendung von Kupfersulfat erfordert höchste Verantwortung und Sorgfalt!
Micha
(20.07.2009 23:42:36)
Ich frage mich, wieso Kupfersulfat nicht abgebaut wird. z.B. - Pool-Chlor-Shop - verkauft Kupfersulfat und spricht in der Dosieranleitung von 1 gramm pro Woche pro 1 qm Wasser. Nach der obrigen Beschreibung wäre das Wasser ja sofort vergiftet und nach einer Badesaison für Mensch, Tier und Umwelt hoch gefährlich mit 140 Gramm in einem 7 Kubikmeter-Pool. Wer sagt denn jetzt die Wahrheit?
Hackl Roman
(23.03.2009 14:16:39)
Chlor mit Kupfersulfat zu vergleichen ist meiner Ansicht sehr gefährlich. Im Gegensatz zu KS ist Chlor alleine durch Sonneneinstrahlung bereits nach kurzer Zeit abgebaut. Das Wasser kann im Garten versickert werden. Kupfersulfat ist ab einem regional unterschiedlichen Grenzwert entsorgungspflichtig. Selbst die stärksten Verfechter der Kupfersulfatmethode empfehlen parallel Chlordosierung anzuwenden.
mfg
Hackl Roman