Sie kommen durch die offene Terrassentür oder das Fenster und
sind in erster Linie wahre Nervensägen, wenn Sie durch die Luft
schwirren und sich auf den Menschen setzen und diesen zur Weißglut
treiben: Stubefliegen. Das tun sie besonders gern, wenn man sich gerade
zum Ausruhen in die Sonne gesetzt hat oder für ein
Nachmittagsschläfchen auf das Sofa gelegt hat. Auch die Gartenarbeit
wird schnell zum Amoklauf, wenn man sich mit der Fliegenklatsche auf
die Fliegenjagd begibt.
Stubenfliegen sind ein Anzeichen dafür, dass sich in der
Wohnung oder im Garten etwas im Gärungsprozess befindet. Das ist auch
der Grund, warum sich Fliegen insbesondere bei warmen Temperaturen
vermehren, weil Wärme generell den Gärungsprozess von organischen
Stoffen beschleunigt.
Stubenfliegen haben eine Lebensdauer von etwa zwei bis drei
Wochen. Sie legen ihre Larven im Kompost und in verderbenden
Lebensmitteln ab. Die Larven benötigen nur wenige Tage, um vollständig
zur Stubenfliege heranzureifen. Sollte die Anzahl von Stubenfliegen
innerhalb weniger Tage rapide steigen, kann das ein Anzeichen dafür
sein, dass der Küchenabfall gerade besonders gut kompostiert wird, oder
dass im Haushalt etwas verschimmelt, in dem die Larven abgelegt wurden.
Ein Weibchen kann während ihrer kurzen Lebensdauer mindestens
fünfmal Larven ablegen, so dass eine einzelne Stubenfliege eine wahre
Epidemie auslösen kann.
Stubenfliegen haben nur wenige nützliche Funktionen. Sie
dienen zwar als Futter für Kleintiere, sie können jedoch auch
gefährliche Krankheiten wie Salmonellen oder Maul- und Klauenseuche
übertragen. Aus diesem Grund sollten Stubenfliegen aus dem Haushalt
beseitigt werden, insbesondere, wenn Kinder in der Nähe sind.
Fliegen kommen ungern allein – wo sich eine Fliege
erfolgreich
eingenistet hat, kommen bald noch weitere Unruhestifter. Um die
Stubenfliege aus dem Garten zu vertreiben, gilt es, die Brutstätte zu
finden und zu neutralisieren. Im Haushalt bedeutet das, dass der
Kompostabfall und der allgemeine Hausmüll möglichst täglich beseitigt
werden sollte, bevor sich Larven bilden und diese schlüpfen können. Im
Sommer sollte darauf geachtet werden, dass Obst im Kühlschrank gelagert
wird. Stubefliegen nisten sich ein, bevor eine Frucht den
Faulungsprozess startet.
Im Garten lassen sich Brutstätten nur schlecht vermeiden, da
das Gären die Aufgabe eines Komposthaufens ist. Dennoch sollte man
darauf achten, dass sich der Kompost nicht zu Nahe am Wohnhaus oder am
Kinderspielplatz befindet. Auch Fliegengitter können helfen, die
kleinen Insekten auszusperren. Insektizide sind eine weitere
Möglichkeit, Sie müssen aber so ausgesucht sein, dass es bei der
Anwendung nicht zum Absterben des Komposts kommt.
Sollte das Stubenfliegenproblem so nicht in den Griff zu
bekommen sein, muss unter Umständen darauf verzichtet werden,
Küchenabfälle für den Kompost zu verwenden, da dieser die
Lieblingsnahrung von Stubenfliegen darstellt.
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auf Ihre Tipps:
Leser-Kommentare
(4)
Hofi
(09.09.2010 15:40:39)
Hallo Leute
Im Handel gibt es nicht mehr diese komischen Klebestreifen. Wir sind neulich über Aufkleber für die Fensterscheibe gestolpert. Diese sehen aus wie Schmetterlinge und sind mit einem Gift behaftet, dass die Fliege aufnimmt, wenn sie sich drauf setzt. Das Ergebnis: Massenhaft Fliegenleichen in der Wohnung.
Viele Grüße
Hofi
Silke
(18.06.2010 15:04:00)
Und wie bekommt man sie los, ohne sie zu erschlagen? Gibt immer so tolle Flecken...
Melanie
(28.02.2010 16:00:13)
Genau das ist auch meine Frage. Ich habe das selbe Problem. Habe große Pflanzen im Sommer draußen stehen die ich im Winter in die Wohnung hole könnten die sich dort irgendwie eingenistet haben um zu überwintern? Sonst habe keine Ahnung wo die Fliegen im Winter herkommen sollen.
Melanie
(04.02.2010 09:44:06)
Und woher kommen die Biester, wenn man nichts hat, das gährt oder am verderben ist, wie oben beschrieben?