Rosen sind zauberhafte Pflanzen. Sie begeistern die Menschen sowohl durch ihren Anblick als auch durch ihren Duft. Sie werden genutzt, um Gärten und Wege auf eine einfache und natürliche Weise zu verschönern. Die Gartenrosen stammen von den wilden Rosen ab, von denen es etwa 150 Arten auf der ganzen Welt gibt.
Die Anzahl für die verschiedenen Sorten von Gartenrosen beläuft sich auf etwa 10.000. Die Gartenrosen erblühen in den verschiedensten Farbtönen. Ebenso vielfältig ist die Form ihrer Blüten. Es gibt einzelne Blüten, die gefüllt oder ungefüllt sind sowie Blüten, die in Dolden wachsen. Durch die Züchtung wurden nicht nur unterschiedliche Formen und Farben erreicht, sondern auch verschiedene Arten. Dazu zählen Beetrosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Bodendeckerrosen, Hochstammrosen, Schnittrosen und Edelrosen. Dem Liebhaber bietet sich daher zum Züchten ein breites Angebot an Rosenpflanzen.
Für die Züchtung von Rosen gibt es mehrere Möglichkeiten.
Am häufigsten finden die Vermehrung durch Stecklinge und die Okulation Verwendung.
Bei der Stecklingsvermehrung werden zum Ende des Sommers oder zu Beginn des Herbstes etwa bleistiftdicke, verblühte Triebe abgeschnitten. Der Schnitt kann sowohl mit einem Messer als auch einer Schere durchgeführt werden. Der Trieb ist für die Vermehrung geeignet, wenn sich die Stacheln leicht abbrechen lassen.
Die Stecklinge werden auf eine Länge von etwa 23 bis 30 cm gekürzt.
Die Blätter und Stacheln im unteren Bereich werden entfernt. Lediglich die obersten Blätter bleiben am Steckling. Das unterste Auge darf nicht beschädigt werden, während die übrigen Augen mit dem Daumen herausgedrückt werden. Danach werden die Stecklinge so tief in die Erde eingepflanzt, dass nur noch der obere Teil mit den Blättern zu sehen ist. Der Zwischenraum zwischen den Stecklingen sollte etwa 15 cm betragen.
Erfolgt die erste Pflanzung nicht in einem Gewächshaus, sollten die Stecklinge durch ein geeignetes durchsichtiges, luftdurchlässiges Gefäß geschützt werden. Nach etwa ein bis drei Jahren haben die Stecklinge kräftige Wurzeln gebildet und können umgepflanzt werden.
Bei der Okulation werden im Sommer von diesjährig entwickelten Trieben ca. 30 cm lange Pflanzenteile abgeschnitten. Nachdem Blätter und Stacheln entfernt wurden, wird das Auge abgeschnitten. Dabei wird das Messer ca. 2 cm über dem Auge angesetzt. Der Schnitt sollte flach verlaufen. Anderenfalls müssen Holzspäne, die auf der Unterseite des Rindenschildchens verbleiben, entfernt werden.
Der Wurzelhals der Pflanze, in die das Auge eingefügt werden soll, muss zunächst freigelegt und gereinigt werden. Dann wird mit einem scharfen Messer die Rinde T-förmig eingeschnitten, ohne das Holz unter der Rinde zu beschädigen. Schließlich wird die Rinde behutsam angehoben und das Rindenschildchen mit dem Auge in den T-Schnitt eingeschoben.
Zum Schluss muss der Schnitt mit dem eingesetzten Auge mit Okuliergummi oder Bast eingewickelt werden.
Es dürfen allerdings nicht alle Rosenarten gezüchtet werden, da es auch geschützte Rosen gibt. Der Züchter sollte sich hierüber vorab informieren.