Viele Hobbygärtner kennen sicherlich dieses Problem:
Schimmelalarm auf der Blumenerde. Gestern noch sahen die Topfpflanzen
auf der Fensterbank blühend und gesund aus und heute ist ein weißer
Schimmelbelag auf der Blumenerde zu sehen. Abgesehen davon, dass
Schimmel an der Blumenerde optisch nicht gut aussieht, fördert der
weiße Belag Pflanzenkrankheiten und ist auch für Menschen nicht
unbedenklich.
Wie entsteht Schimmel an der Blumenerde?
Schimmel an der Blumenerde entsteht immer dann, wenn der
Hobbygärtner es zu gut mit der Pflege seiner Pflanzen meint. Da wird
gegossen und nochmals gegossen, damit die Blumen auf keinen Fall
vertrocknen und immer über genügend Wasservorräte verfügen.
So lieb dies auch gemeint ist: Zu viel Wasser ist für die
Pflanzen schädlich. Schimmel an der Blumenerde ist der Regel ein Signal dafür, dass die
Erde in den Blumentöpfen über längere Zeit viel zu feucht gehalten
wurde. Eine weitere Folge von feuchter Erde können Trauermücken sein,
die sich gerne in der Feuchtigkeit der Blumenerde tummeln und dort ihre
Larven ablegen.
Wie wird Schimmel an der Blumenerde vermieden?
Am sichersten wird Schimmel an der Blumenerde vermieden, wenn
sparsam gegossen wird und nur dann, wenn es wirklich nötig ist. Wer
sich unsicher ist, wie viel Wasser seine Pflanzen brauchen, kann das
Wasser für die Blumentöpfe einfach in den Untersetzer der Zimmerpflanze
gegeben werden, sodass sich die Pflanze dann das benötigte Wasser
nehmen kann. Allerdings sind bei dieser Methode „nasse Füße“ unbedingt
zu vermeiden. Dies bedeutet, Sie sollten stets nur wenig Wasser in den
Untersetzer geben.
Befindet sich nach etwa einer halben Stunde noch immer Wasser
in dem Behältnis, sollte es abgeschüttet werden, da die Pflanze dann
genügend Feuchtigkeit aufgenommen hat. Eine gute Vorsorge für die
Vermeidung von Schimmel ist es, etwas Vogelsand auf die Blumenerde
streuen, damit sich kein Schimmel bilden kann und so auch keine
Trauermücken angelockt werden.
Was ist beim Befall mit weißem Schimmel zu tun?
Sobald sich Schimmel an der Blumenerde gebildet hat, ist
dieser unbedingt zu entfernen. Dazu werden die Pflanzen, möglichst im
Freien, aus ihrem alten Pflanztopf genommen und in neue, frische
Blumenerde gesetzt.
Die alte, mit Schimmel befallene, Blumenerde darf nicht
wieder verwendet werden, da ansonsten die Pilzsporen mit übertragen
werden. Es reicht also nicht, nur den oberen Schimmelbelag zu
entfernen. Bevor die Pflanzen in den neuen Topf gesetzt werden, ist
dieser gründlich zu säubern, bevor die Blumenerde eingefüllt wird.
Ratsam ist es, auch die Wurzeln der Pflanzen vorsichtig mit Wasser
abzuspülen.
Sind die Pflanzen neu eingetopft, sollten sie sparsam
gegossen werden und später immer nur dann, wenn die Erde wirklich
trocken ist. Auf diese Weise lässt sich erneuter Schimmel an der
Blumenerde vermeiden.
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Leser-Kommentare
(5)
Askaja
(09.01.2012 15:23:55)
Ich hab dasselbe Problem, seit etwa einem halben Jahr fangen meine Pflanzen auf einmal an zu schimmeln, auch die, die ich schon seit Jahren habe. Aber auch nicht alle. Die "Bäumchen" (z.B. der Benjamin) sind noch ganz in Ordnung, aber die Calla, die Glückskastanie und der Drachenbaumzögling fangen immer wieder an zu schimmeln. Dabei wurden die drei schon mehrmals umgetopft und auch keine billige Blumenerde sondern qualitätsvolle aus der Gärtnerei verwendet. Ich gieße max. 1 mal pro Woche ganz wenig und wie gesagt, bis vor einem halben Jahr gab's auch keine Probleme, aber jetzt hab ich immer sofort nach ein zwei Wochen wieder Schimmel drauf. Alle Blumen haben eigentlich Übertöpfe und es wird auch nur so viel gegossen, dass nach einigen Minuten, das gegossene Wasser aufgenommen wurde. Hab schon überlegt, ob ich es mal mit Tongranulaten stattdessen versuche. Oder weiß jemand einen anderen Rat?
Gast
(28.03.2011 12:28:01)
Ich habe zwei neue Pflanzen beim Blumenhändler gekauft. Bereits nach einigen Tagen war Schimmel auf der Erde! Und das, obwohl ich selbst noch garnicht gegossen hatte!
Woran kann das liegen? Ist vielleicht unsere Fensterbank nicht genügend "belüftet"?
doczoid
(05.03.2011 11:52:38)
Habe einen Keimling in einen kleinen Topf mit Blumenerde gesetzt, und weil ich schon früher Probleme mit Schimmel hatte, habe ich den Topf mit der Erde (und noch ohne Keimling!) ein paar Minuten in der Mikrowelle erhitzt zum sterilisieren. Nach 5 Tagen dann doch wieder: Schimmel. Keimling raus, Erde oben abgetragen, wieder ab in die Mikrowelle.
Das Problem ist, dass ein 2,5cm Keimtopf sehr schnell austrocknet, aber ich habe es wohl zu gut gemeint mit dem Gießen. Werde die Erde nur noch leicht feucht und nicht mehr nass halten. Ich hoffe damit das Schimmelproblem in den Griff zu bekommen.
Bei großen Töpfen gieße ich dann häufig im wechsel links und ein paar Tage später rechts, so dass die Oberfläche der Erde schön austrocknet, die Pflanze selbst aber immer von irgendwo her Wasser bekommt, das hat bisher auch gut geholfen.
steffen
(15.10.2010 11:26:14)
tja mir ging es genauso, neu umgetopft, prikiert um genau zu sein und dann nach drei Tagen Schimmelbildung, gekauft wurde dieser Sack Blumenerde bei Netto Schwarz Gelb! Nicht zu empfehlen die Blumenerde...
natifo
(14.02.2009 17:46:45)
Bei meinen frisch umgetopften Pflanzen bildete sich nach kurzer Zeit Schimmel in der Erde. Ein prüfender Blick in den Blumenerdesack zeigte, dass bereits die neu gekaufte Erde (es war nicht die billigste!) mit Schimmel befallen war.Sehr ärgerlich! Jetzt kann ich quasi zweimal 80 Liter
Erde wegwerfen!!