Terrasse, Innenhof oder der eigene Balkon werden oft zum
grünen Zimmer im Freien gestaltet. So entsteht durch einmalig schöne
Kübelpflanzen oder Balkonblumen eine traumhafte Urlaubsatmosphäre und
der kleine Garten auf der Fensterbank stillt die Sehnsucht nach einem
Stück Natur.
Blumentöpfe, antike Tröge oder auch Blumenkästen finden auf
kleinstem Raum Platz, die Pflege ist minimal und der Traumgarten kann
nach Lust und Laune öfters umarrangiert werden.
Viel Liebe und Zeit investieren die Hobbygärtner in ihre
grüne Oase und erfreuen sich an der Blütenpracht. Doch Vorsicht: Trotz
aller Pflege können kleine, flinke schwarze Fliegen aus der Anzuchterde
oder den hübschen Topfpflanzen auf der Fensterbank krabbeln.
Die Trauermücken können sich zu einer Plage ausweiten, obwohl
sie meist keinen Schaden anrichten und auch nicht stechen. Jungpflanzen
und Stecklinge sind besonders durch die Larven der Trauermücke
gefährdet, da sie die kleinen feinen Haarwurzeln fressen und so das
Wachstum hemmen.
Eine feuchte und warme Umgebung sind ideale Bedingungen für
die Trauermücken und die Weibchen legen unzählige neue Eier in die
Erde. Beim Umtopfen der Blatt- und Blütenpflanzen können die Larven
oder sogar Trauermücken schon mit der neuen Erde eingebracht werden
oder sich an den Wurzeln der Pflanzen befinden.
Ratsam ist eine gründliche Reinigung der Gefäße und
Gartengeräte vor und nach der Verwendung. Das alte Substrat ist sofort
zu entsorgen und die Wurzeln der Pflanzen gut abzubrausen. Beim Befall
mit Trauermücken, kann ein Durchtrocknen der Pflanzen hilfreich sein
oder Gelbtafeln, welche die Trauermücken anlocken.
Um das Ablegen der Eier in das Erdreich zu verhindern, ist
eine trockene Oberfläche ideal. Feiner weißer Sand oder auch Vogelsand
wird auf die Erdoberfläche gestreut. Ebenso denkbar ist es, kleine
Kieselsteinchen zu verwenden, die das Eindringen der Schädlinge
stoppen. Wichtig ist es, eine nasse Erdoberfläche oder gar stehendes
Wasser in den Untersetzern zu vermeiden. Aus diesem Grund ist sparsames
Gießen immer angebracht.
„Nasse Füße“ bei allen Topf- oder Kübelpflanzen fördern die
Eiablage und die Entwicklung neuer Trauermücken. Sehr gut eignen sich
zur Abwehr von Trauermücken fleischfressende Pflanzen, wie
beispielsweise Fettkraut, als unmittelbare Nachbarn auf der Fensterbank.
Im Fachhandel erhältliche Nematoden sind ebenfalls
empfehlenswert, da die biologische Bekämpfung immer zu bevorzugen ist.
Nematoden sind kleine unsichtbare Fadenwürmer, die vor allem die Larven
der Trauermücken vernichten.
Bei massivem Befall kann die chemische Keule eingesetzt
werden, sofern die Trauermücken trotz aller Maßnahmen nicht zu
bekämpfen sind. Dabei sind die Hinweise auf der Verpackung genauestens
zu befolgen. Die Freude am eigenen Garten und an den Pflanzen in
Wohnräumen wird durch eine umsichtige Pflege lange erhalten bleiben und
zum Wohlgefühl beitragen.
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Leser-Kommentare
(1)
Sandra
(14.05.2011 18:35:25)
Hilfe gegene Trauermücken:
In einen Zerstäuber Lauwarmeswasser, Backpulver, Öl und Salz füllen und diese dann direkt auf die Erde sprühen. Man kann dabei zusehen das die Fliegen sich nicht mehr rantrauen.
Das hilft wirklich und meine Pfanzenhaben die Behandlung sehr gut überstanden!!!!