Ein Garten, ganz gleich ob Naturbelassenes Stück Natur für die Freizeit, Nutzgarten oder Blumen- und Duftgarten ist immer auch ein Biotop und das sollte den Naturfreund prinzipiell freuen. Neben den erwünschten Lebewesen, die selbst angepflanzt oder angesiedelt werden, gibt es auch Besucher, die sich einfach so einstellen. Manche davon sind Helfer für den Hobbygärtner, manche sind aber auch unerwünscht oder gar schädlich. Neben pflanzlichen ungeliebten Bewohnern, wie Unkraut, gibt es auch tierische Besucher, die häufig Schaden anrichten.
Zu den kleineren Tieren aber größten Ärgernissen im Garten gehören dabei Schnecken. Diese können so gefräßig sein, dass sie Gartenbesitzer besonders in nassen Jahren zur Verzweiflung treiben. Es ist allerdings wichtig, verschiedene Schneckenarten zu unterscheiden. Der schlimmste Fraßschädling ist die spanische Nacktschnecke, die eine ziemliche Plage darstellt und deren Bekämpfung Gärtner zu Recht zu den verschiedensten Methoden greifen lässt. Weinbergschnecken hingegen sind deutlich weniger schädlich und man sollte sie - wenn überhaupt - nur schonend bekämpfen indem man sie von den Pflanzen fernhält, schließlich sind sie vom Aussterben bedroht und stehen deshalb unter Naturschutz.
Die Weinbergschnecke ist sehr einfach an ihrem schönen, großen, beige bis braunen runden Schneckenhaus zu erkennen. Sie ist mit ihren 10 cm Länge im ausgewachsenen Zustand die wohl größte Schnecke, die im mitteleuropäischen Garten vorkommt und hält sich gerne in feuchten Bereichen mit dichtem Pflanzenbewuchs auf. In freier Wildbahn werden Weinbergschnecken bis zu acht Jahre alt. Ihre Fortbewegungsart, die man am besten morgens und abends beobachten kann und auch die Fortpflanzung des Zwitterwesens sind hochinteressant. Viele Gartenbesitzer sind fasziniert von diesen Tieren und begrüßen Weinbergschnecken in ihren Gärten, manche markieren sie sogar, um sie im nächsten Jahr wieder zu erkennen. Andere fühlen sich allerdings vom Hunger der Weinbergschnecke gestört und ärgern sich über angeknabberte Blätter. Geschmack und Gefräßigkeit der Weinbergschnecken kann tatsächlich sehr unterschiedlich sein.
Eine Zeit lang hielt sich das Gerücht, dass die Tiere die Eier der lästigen Nacktschnecken fressen und damit dem Gärtner eigentlich einen Dienst erweisen würden. Diese Annahme ist wissenschaftlich allerdings nicht verifiziert worden, wird aber immer noch verbreitet. Wahrscheinlich ist das Bestreben, die bedrohte Schneckenart zu schützen, der Grund dafür.
Um die Weinbergschnecke vor der Ausrottung und auch die Pflanzen im eigenen Garten zu schützen, sind mechanische Hilfen die Mittel der Wahl. Dazu gehört das Absammeln der Weinbergschnecken, die dann anschließend an einem anderen Ort ausgesetzt werden können.
Sehr effektiv aber auch teuer können Schneckenzäune sein, die für die Tiere nicht überwindbar sind.
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Leser-Kommentare
(1)
sally Blume
(27.04.2011 19:28:25)
Weinbergschnecken können sich in gut gewässerten gebieten und in z.B. Stienhauffen gut fort pflanzen und gut gedeien. Nach 2 Jahren wenn man sie nicht raussammelt kann man viel Weinbergschnecken finden.