Bei der Gestaltung eines Bonsais handelt es sich um eine
Kunst, die ihren Ursprung hauptsächlich in Japan und China
hat. Dabei werden Sträucher und Bäume in kleinen
Gefäßen aufgezogen (so wird u.a. ihr Wuchs
begrenzt). Gleichzeitig wird mit dem Schneiden von
„Form“ und „Wurzeln“ das
Mini-Format zusätzlich unterstützt.
Der Wuchs (wie
z.B. die Richtung) eines Bonsais kann mit einer speziellen Drahtung der
Äste gestalterisch beeinflusst werden. Einige dieser
beeindruckenden Exemplare werden schon seit Jahrhunderten von
Generation zu Generation weitergegeben. In Japan sind es vor allem die
heimischen Baumarten (z.B. Ahorn oder Kiefer), die als Bonsai
herangezogen werden.
In vielen anderen Ländern dieser Welt
– wie z.B. in Europa oder den USA – wird dies nicht
ganz so ernst gesehen. Hier sind z.B. auch Kiefern, Buchen oder
Wacholder als Bonsais sehr beliebt. Doch trotz intensiver Pflege kommt
es immer wieder zu den unterschiedlichsten Krankheiten - und das
scheinbar ohne jeden Grund. Oftmals lassen Bonsais z.B. ihre
Blätter fallen und gehen im schlimmsten Fall sogar ganz ein.
Natur für Zimmer & Terrasse:
die faszinierende Bonsai-Kunst
Wer sich demnächst einen Bonsai zulegen
möchte, der sollte im Vorfeld beachten, wo genau er diesen
später platzieren möchte. Denn - einige Bonsais sind
für das Leben in Räumen (Indoor) geeignet - andere
dagegen sollten das ganze Jahr über im Außenbereich
(Outdoor) stehen. Häufig ist gerade die Unwissenheit des
Besitzers dafür verantwortlich, dass einige Bonsais z.B. die
Blätter verlieren.
Wenn ein Indoor-Bonsai zu lange
draußen oder der Outdoor-Bonsai für längere
Zeit im Innenbereich stehen, „wehren“ sie sich
oftmals dagegen, in dem sie ihre Blätter verlieren. In diesem
Fall sollte der Bonsai sofort den Standort bekommen, den er zum Wachsen
und Gedeihen benötigt. Viele Bonsais – z.B. wie die
chinesische Ulme („Ulmus Parvifolia“) –
reagieren ebenfalls dann mit dem Verlust ihrer Blätter, wenn
diese ständig umgestellt werden (z.B. Standortwechsel durch
Umzug). Oft verändern sich dadurch die von dem Bonsai
benötigten Lichtverhältnisse. Die chinesische Ulme
ist z.B. in der Natur stattliche 15 Meter hoch – als Bonsai
gehört sie zu den Arten, die im Zimmer gehalten werden
können.
Traditionelle Zimmergenossen: die Pflege der
Bonsai
Die chinesische Ulme sollte, wie viele andere Bonsai-Arten
auch, während des Winters kühler stehen (Temperaturen
von 10°C – 15°C). In dieser wichtigen
Wachstumspause ist es natürlich, wenn sie einige
Blätter abwirft. Tipp: sollte die Winterruhe nicht eingehalten
werden, kann der Bonsai ebenfalls vermehrt Blätter abwerfen
– außerdem ist er anfälliger für
Schildläuse oder Spinnmilben.
Auch deshalb ist beim Kauf
ausnahmslos darauf zu achten, welche genauen Ansprüche bzw.
Bedingungen der jeweilige Bonsai an seinen Standort und an die Pflege
stellt. Die Outdoor-Arten sollten ganzjährig im Freien stehen
– dazu gehören z.B. die Mädchenkiefer, der
Feuerdorn oder alle Arten des Ahorns. Während des Herbstes
bzw. Winters ist der Laub- oder Nadelwechsel absolut
natürlich.
Tipp:
Bei Frost sollte der Outdoor-Bonsai
zusätzlich geschützt werden - z.B. können
die faszinierenden „Mini-Bäume“ mit einer
dicken Mullschicht bedeckt werden. Und wer sich in Sachen
„Bonsai“ informiert und diesen richtig pflegt, der
kann über Jahrzehnte mit einem gesunden und
wunderschönen Mini-Baum rechnen.