Palmen sind sehr beliebte Ziergewächse, die jedem
Wohn- oder Büroraum ein tropisches Flair verleihen
können. Oftmals wird im Baumarkt oder in der
Gärtnerei ein ansehnliches, hübsches Gewächs
erstanden, welches anfangs mit dichtem Wuchs begeistert und sein
kräftiges Grün zur Geltung bringt. Doch nicht selten
schwindet die erste Freude mit der Palme bald angesichts brauner
Flecken auf den Blättern oder ganzer verfärbter
Blätter und Wedel.
Die Ursache für die unschöne
Verfärbung und das Ausbleiben kräftigen Wuchses ist
meist nicht an diesem einen Symptom festzumachen. Hier muss der
Hobbygärtner selbst analysieren, wie es zu
kränkelndem Wachstum kommen konnte.
Der trivialste Grund für Braunverfärbung liegt in
mangelnder Wasserversorgung. Die Palmen stammen durchwegs aus tropischen bis subtropischen Gebieten,
sind also darauf eingestellt, regelmäßig mit
geringen Wassermengen versorgt zu werden aber oftmals auch
länger trocken zu stehen. Im Falle größerer
Regengüsse trocknet das Wasser am natürlichen
Standort auch schnell wieder ab, die Palmengewächse sind also
eher resistent gegen Austrocknung als gegen stehendes Wasser.
Sollte die Zimmerpalme tatsächlich zu wenig
Gießwasser abbekommen haben, so zeigt die Pflanze
völlig abgetrocknete, tote Blätter oder Wedel, die
sofort entfernt werden können, während die
übrigen (noch) grünen Blätter kraftlos
hängen. Das Erdreich ist dann auch bis hinab zum Boden
staubtrocken. Durch kontinuierliches Anwässern kann hier
Abhilfe geschaffen werden. Gießwasser von zumindest
Raumtemperatur empfiehlt sich bei allen Pflanzen.
Hat der Palmenfreund das Gießen übertrieben, fault
die Pflanze an den Wurzeln. Die braunen Blätter sind dann
bereits eine Spätfolge und die Palme ist dringend
"trockenzulegen". Stehendes Wasser aus dem Pflanztopf wird abgegossen
und auf das Gießen kann getrost einige Wochen verzichtet
werden.
Auch Nährstoffmangel kann gelbliche bis braune
Blätter verursachen. Gerade Pflanzen, die aus den tropischen
Gebieten stammen, benötigen stetige Versorgung mit
Mikronährelementen wie Eisen, Magnesium, Phosphor und auch
Schwefelverbindungen. Werden Palmen von einem Baumarkt bezogen, so
stecken sie aus wirtschaftlichen Gründen meist in den
kleinstmöglichen Pflanztöpfen und verfügen
nur über ein geringes Maß an Nährstoffen.
Diese Pflanzen sollten nach dem Kauf bald in ein
größeres Gefäß umgetopft und mit
frischer Blumenerde versorgt werden.
Nährstofflösungen, deren Zusammensetzung auf die
Bedürfnisse der jeweiligen Arten abgestimmt ist, sind meist
notwendig - sie können vom Fachhandel bezogen werden und
sichern das kräftige Gedeihen über Jahre hinweg.
Ein weiterer Grund für Blattverfärbungen
sind die parasitischen Erkrankungen. Insbesondere Palmen, die im Sommer
außer Haus aufgestellt werden, müssen oftmals in
dunklen, feucht-kalten Räumen überwintern. Diese
Standorte entsprechen nicht der Natur der Palmen, daher stellen sie den
Wuchs ein und reduzieren viele physiologische Vorgänge. Auch
die Abwehrkraft gegenüber Pilzerkrankungen wird in der
lichtarmen Zeit herabgesetzt, daher sollten bei verfärbten
Blättern auch die Unterseiten genau auf pilzartige Flecken
kontrolliert werden. In diesem Fall können verschiedene
Präparate aus dem Fachhandel helfen.
Sie
können mehr Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns
auf Ihre Tipps:
Leser-Kommentare
(1)
myblogtrainer
(18.11.2010 14:12:40)
Meine neue Palme hat braune Blätter.
Ich wohne in Dänemark. Die Palme steht sonnig auf dem Balkon. In letzter Zeit hat es viel geregnet, es steht aber kein Wasser im Übertopf. Außerdem hatten wir schon den ersten Nachtfrost. Die Palme ist recht groß Stammdurchmesser ca. 25 cm und momentan kommen viele neue grüne Blätter aus der Mitte.
Hab die Palme jetzt erstmal reingestellt und auf Wasserentzug, allerdings befürchte ich, dass es drinnen zu dunkel ist.
Kann die Palme eigentlich wieder raus, wenn sie sich erholt hat oder sollte ich bis zum Frühjahr warten? Kann ich das sukzessive antesten oder ist das zuviel für sie?