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Gartengemeinschaft - Zimmerpflanzen - Ficus Benjamin Ableger

Ficus Benjamin Ableger





In viele Häusern und Wohnungen steht er, der unermüdliche Grüner, der so manchem kahlen Raum eine gute Atmosphäre verleiht. Die Rede ist von Ficus Benjamini, der beliebten Zimmerfeige. Bei guter Pflege und idealen Standortbedingungen kann sich der Dauerbrenner in deutschen Behausungen bis in große Höhen aufschwingen. Bis zu 5 Metern sind auch in geschlossenen Räumen mit genügend Platz sind keine Seltenheit. Als Eigentümer eines solchen Prachtexemplars wird man von Besuchern und Freunden oft um einen Ableger gebeten.

Doch wie kommt man am erfolgreichsten an Benjamins Nachwuchs?

Strauchige Pflanzen wie auch der Ficus Benjamina werden bevorzug durch Kopfstecklinge vermehrt. Dem Aussuchen der richtigen Triebe, die als Steckling geeignet sind, kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Es müssen Stecklinge gewählt werden, die weder zu weich sind, da dies unweigerlich einen Fäulnisprozess begünstigen würde, noch zu stark verholzt sind, da dadurch die Wurzelbildung gehemmt wäre.

Zu bevorzugen sind gerade gewachsene, kräftige und natürlich schädlingsfreie Triebspitzen von Mutterpflanzen in der vegetativen Wachstumsphase. Stecklinge von blühenden Mutterpflanzen verringern die Erfolgsquote der Stecklingsvermehrung erheblich.

Ist der richtige Trieb gefunden, bildet auch das richtige Schneidewerkzeug einen wichtigen Erfolgsfaktor. Quetscht das Schneidewerkzeug wie beispielsweise eine Schere das Gewebe der Schnittstelle, ist dort mit verringerter oder ausbleibender Wurzelbildung zu rechnen.

Das Werkzeug der Wahl ist ein scharfes, nach Möglichkeit durch Abflämmen desinfiziertes Messer. Nur so kann das Übertragen schädlicher Sporen auf die Jungpflanze vermieden werden.

Der Schnitt selbst sollte knapp unterhalb eines Stängelknotens, der Verdickung am Blattansatz, ausgeführt werden, da sich hier die Wurzeln der Neupflanze bilden werden. Es bietet sich außerdem an, die Schnittstelle vor dem Pflanzen einige Zeit austrocknen zu lassen, um einen besseren Schutz vor Infektionskrankheiten zu gewährleisten.

Das nun folgende Auspflanzen des Ficus- Stecklings sollt in nährstoffarme(!), lockere Erde geschehen. Im Handel sind spezielle Vermehrungserden, auch Aussaat- oder Pikiererden sind brauchbar, erhältlich und auch empfehlenswert.
Soll die Anschaffung einer doch nicht ganz billigen Spezialerde vermeiden werden, kann ein passendes Substrat auch selbst hergestellt werden:

Dazu wird die gewünschte Menge an Gartenerde im Backofen erhitzt und so keimfrei gemacht. Anschließend wird diese zur Lockerung mit Sand gemischt.

Wichtig: Das Substrat, in welches ein Kopfsteckling des Ficus Benjamina ausgepflanzt wird, darf nur feucht, niemals nass sein. Staunässe hat die Fäulnis des Stecklings zur Folge.

Da Stecklinge eine gewisse Anfälligkeit für Austrocknung durch Verdunstung aufweisen, ist es ratsam, die Anzucht unter gewächshausähnlichen Bedingungen, bei etwa 90% Luftfeuchtigkeit, durchzuführen. In diesem geschlossenen System ist die Gefahr von Pilzerkrankungen, durch die geringeren Stressfaktoren, für die Jungpflanze wesentlich kleiner.

Steht im Privathaushalt kein Gewächshaus zur Verfügung, bietet auch das Überdecken mit Folie oder ein kleines Zimmergewächshaus aus Kunststoff Hilfe.

Eines der wenigen im Handel verbliebenen Produkte zur Bewurzelungsförderung ist “Clonex”. Wird die Schnittstelle vor dem Einpflanzen mit dem Pulver bestäubt, wird dadurch ein schnelleres Wurzelwachstum angeregt.

Stark wechselnde Temperaturen, zu wenig Licht oder zu hohe Sonneneinstrahlung, z.B. an einem Südfenster sind Stress für die schwache Jungpflanze und behindern die Wurzelbildung.

Wie guten Freunden, so sollten wir auch unseren Pflanzenfreunden den Aufenthalt in unserem Heim so angenehm wie möglich geadelten. Berücksichtig man möglichst viele der Annehmlichkeiten die sich Benjamins Nachwuchs wünscht, steht dem Erfolg des Pflanzenkindergartens nichts mehr im Wege.


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