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Gartengemeinschaft - Zimmerpflanzen - Golliwoog / Callisia repens Pflege

Golliwoog / Callisia repens Pflege





Das kriechende Schönpolsterchen, mit dem wissenschaftlichen Namen als Callisia repens zweifelsfrei zu identifizieren, wird oft mit der sehr ähnlich aussehenden Tradescantia (Dreimasterblume) verwechselt. Unter dem Produktnamen Golliwoog erfreut sich die Pflanze nicht nur bei Hobbygärtnern sondern auch bei Heimtierhaltern größter Beliebtheit, da sie sich bestens als Zusatzfutter für Nager und Vögel eignet. Die wild wachsenden Formen stammen aus Mittel- und Südamerika, wo sie als Kriechpflanze auf dem Boden oder als Aufsitzer von Bäumen herunter wächst. Die Callisia ist ein sehr einfaches und anspruchsloses Kriechgewächs, das problemlos auch von Anfängern der Zimmergärtnerei gezogen und vermehrt werden kann.

Die Pflege dieser Pflanze orientiert sich an den Bedürfnissen der ähnlichen Tradecantia oder Zebrina. Ein heller Standort, möglichst ohne direkte Sonneneinstrahlung kommt der Callisia zugute. Halbschatten wird ebenfalls gut vertragen, pralle die Sonne führt schnell zur Vergilbung der zarten Blätter.

Dank ihres guten Vermögens, Wasser zu speichern, überlebt sie im Wildwuchs auch einige Zeit lang ohne Regen, vorausgesetzt, die Luftfeuchtigkeit ist hoch genug. Die kultivierten Formen sollten dagegen stets feucht gehalten werden, wobei sich keinesfalls Staunässe bilden sollte.

Sehr beliebt ist die Callisia dank ihrer hängenden Triebe als Ampelpflanze. Auf Balkonen und Terrassen bildet sie einen ansehnlichen grünen Vorhang, der von violetten bis weißen Blüten durchsetzt sein kann. Sobald die Außentemperaturen nachts unter zehn Grad Celsius fallen, sollte die Pflanze aber ins Haus geholt werden, tiefere Temperaturen verträgt sie nicht. Hitze hält die Callisia aus, wenn ihr Substrat ausreichend feucht gehalten wird, optimal wächst sie aber bei gleichmäßigen zwanzig bis fünfundzwanzig Grad.

Auch zur ganzjährigen Wohnungshaltung eignet sie sich, vorausgesetzt, dass ihr ein passender Standort angeboten wird. Im Winter, wenn die Wohnräume geheizt werden und die Luft besonders trocken ist, schätzt die Callisia regelmäßiges Besprühen der Blätter, noch einfacher ist es allerdings, sie in einem kühleren Raum unterzubringen. In diesem Fall ist mit dem Gießwasser natürlich etwas sparsamer umzugehen.

Wer die Pflanze als Tierfutter oder zu Dekorationszwecken vermehren will, nimmt Stecklinge. Aufzucht aus Samen ist zwar nicht schwierig, dauert aber entsprechend länger. Als Steckling kappt man Triebe von fünfzehn bis dreißig Zentimetern Länge und lässt sie im Halbschatten entweder in einem dunklen Wasserglas oder direkt in feuchter Blumenerde Wurzeln.

Ältere Pflanzen neigen dazu, an der Basis der Triebe kahl zu werden. Um diese lichten Stellen wieder mit frischem Grün aufzufüllen, kann man entweder die eigenen Stecklinge direkt zwischen die alten Sprosse pflanzen, oder die Triebe wie Ableger zurück in den Pflanztopf legen und sie dort mit dem Erdreich in Kontakt bringen. Wenn sich Wurzeln gebildet haben, kann der Ableger geschnitten werden. Dies ist auch das Mittel der Wahl, um eine Pflanze zu verjüngen, die angesichts ihrer Größe unhandlich wird.


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