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Gartengemeinschaft - Zimmerpflanzen - Kakteen Ableger

Kakteen Ableger





Kakteen gehören zu den sog. Sukkulenten. Das Wort sukkulent wird aus dem lateinischen Wort succus abgeleitet und bedeutet Saft. Bei Sukkulenten handelt es sich also um Saftpflanzen. Sukkulenten gedeihen im Allgemeinen an trockenen Stellen und sind in der Lage, ein Flüssigkeitsangebot in speziell für diesen Zweck eingerichtete Zellen aufzunehmen und zu speichern, beispielsweise nach einem ergiebigen Regenschauer. Diese Zellgruppen verfügen also über einen bestimmten Zeitrum über viel Flüssigkeit, in der sich gelöste Nährsalze befinden.

Eine schleimige, kolloidale Substanz und nur eine kleine Zahl von Spaltöffnungen ermöglicht diesen Reservestoffen eine langfristige Speicherung. Dabei dient der Pflanzenkörper selbst als Vorratsbehälter für Trockenzeiten. Durch seine Säulen- bzw. Kugelform und seiner Oberfläche mit nur geringen Spaltöffnungen, können Sukkulenten sehr lange, sogar über Jahre hinweg ohne neuerliche Flüssigkeitsaufnahme am Leben bleiben.

Kakteen zählen in vielen Teilen Amerikas zu den einheimischen Pflanzen. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Kanada bis zur äußersten Spitze Südamerikas, einschließlich der Inselgruppen des Stillen und des Atlantischen Ozeans. Alle Kakteenarten, die anderswo zu finden sind, z.B. im Mittelmeerraum oder in Australien wurden durch Menschen dorthin gebracht.

Kakteen sind Samenpflanzen und bringen als solche bei einer ihrer vollen Entwicklung Blüten hervor. Nach erfolgter Bestäubung und Befruchtungen keimen im Fruchtknoten die Samen. Bereits in der Samenschale oder Samenhaut ist eine Jungpflanze angelegt und zeigt bei Keimung Merkmale beider Elternpflanzen. Trockene und reife Samen unterliegen voller Samenruhe und bleiben daher über lange Zeit keimfähig.

Viele Kakteenliebhaber praktizieren die Vermehrung über Ableger und mancher Anfänger hat sehr schnell das Dornenkleid der Kakteen respektiert. Diese schmerzhafte und unliebsame Bekanntschaft mit den Dornen lässt sich dadurch vermeiden, dass man um den Ableger beispielsweise eine schützende Manschette legt.

Der Ableger wird durch Drehen oder Abschneiden von der Mutterpflanze abgenommen. Bei einer Vielzahl von Kakteenarten lösen sich die Seitensprosse ganz leicht von der Mutterpflanze, wie z.B. Lobivia-, Echinopsis oder Mammillaria-Arten. Hier reicht oftmals schon eine kleine Berührung. In vielen Fällen befinden sich schon kleine Wurzelspitzen an der Basis des Stecklings. Die Ableger können dann nach ein bis zwei Tagen eingepflanzt werden. Dazu werden sie leicht in die Erde gedrückt, aber nicht tiefer als die Wurzelstelle. 5 bis 6 cm hoch sollte der Stecklingskasten mit Erde befüllt werden.

Im Abstand von höchsten 2 cm werden die Ableger gesetzt. Die Dichte der Setzlinge sorgt für besseres wurzeln und das Substrat trocknet nicht so schnell aus, was das Wachstum beeinträchtigen würde. Das ist auch ein Grund dafür, Ableger nicht sofort einzutopfen. Nur größere Exemplare werden gleich in einen Topf gepflanzt.




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