Die Familiengeschichte der Palmfarne begann schon vor
über 200 Millionen Jahren – zur Kreidezeit. Damals
wurde die Welt noch von Fleisch- und Pflanzen fressenden Dinosauriern
beherrscht. Der Palmfarn (Cycas revoluta) stammt ursprünglich
auch Südostasien.
Heute wächst diese wunderschöne Pflanze vor allem in
tropischen und subtropischen Ländern. Sein botanischer Name
lautet „Cycadeen“ – interessanter Weise
ist er aber weder mit einer Palme noch wirklich mit einem Farn
verwandt. Er gehört einer eigenen
„Familie“ (Cycadaceae = Palmfarngewächse)
an. Denn ganz im Gegensatz zu den „normalen“
Farnen, die sich über Sporen fortpflanzen, gehört der
Palmfarn – wie die Palmen – zu den
Blütenpflanzen. Auch in der Natur weist dieses
„Fossil“ die unterschiedlichsten Formen auf.
In seiner Jugend sieht der Palmfarn meistens wie eine hellbraune, rauhe
Kugel aus. Bis sich das erste Blatt bilden kann, dauert es
ungefähr ein ganzes Jahr. Die dunkelgrünen Wedel sind
samtig behaart und sehen ähnlich wie Farn- und
Palmblätter aus. Die deutsche Bezeichnung entstand durch seine
jungen Blätter, die zusammengerollt wie die Triebe eines Farns
aussehen. Die Art „Cycas revoluta“ z.B. kann sehr
alt werden und dementsprechend hoch wird auch ihr Stamm – 2
bis 3 Meter sind keine Seltenheit. Er entwickelt sich durch die
abgestorbenen Blätter. Allerdings ist das Wachstum sehr
langsam - Experten schätzen, dass Palmfarne einige
Jahrhunderte alt werden können.
Der Palmfarn lässt sich sehr gut in einer hellen Wohnung
kultivieren. Damit es ihm gut geht, braucht er ein
gleichmäßig warmes Klima und benötigt nur
wenig Wasser.
Tipp:
Regenwasser ist für ihn optimal. Oder
abgestandenes Leitungswasser.
Während des Frühjahrs und Sommers empfiehlt
sich ein Standort auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten. Wenn es
über Nacht unerwartet kühler werden sollte, ist dies
für den Palmfarn kein Problem (kurzzeitige Temperaturen um 0
Grad sind kein Problem). Einige Zeit bevor sich der Winter mit
dauerhaftem Frost ankündigt, sollte der Palmfarn schon in sein
Winterquartier „umziehen“. Empfehlenswert
dafür ist ein Raum, der etwas kühler (um die 6 Grad)
und nicht unbedingt sehr hell ist. Tipp: je höher die
Temperaturen aber sind, desto mehr Licht muss der
Überwinterungsplatz bieten.
Damit die Pflanze wieder Kraft für das Frühjahr
sammeln kann, sollten die Temperaturen während des
Überwinterns nicht über 14 bis 15 Grad steigen.
Ansonsten fühlt sich die Pflanze genötigt, auch in
dieser Zeit wachsen zu müssen. Tipp: nach dem
Überwintern muss sich auch der Palmfarn erst einmal wieder an
die Sonne gewöhnen, ansonsten droht ein
„Sonnenbrand“. Wer die Pflanze an einem hellen
Standort direkt am Fenster zu stehen hat, der sollte sie
regelmäßig drehen - so können die neu
gebildeten Wedel in alle Richtungen wachsen. Während der
Palmfarn seine Wedel bildet, ist es ratsam, ihm etwas
Pflanzendünger beizufügen. Davor und danach
benötigt er keinerlei Düngung.
Sie
können mehr Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns
auf Ihre Tipps: