Die Zwergdattelpalme (Phoenix Roebelenii) stammt aus dem Südosten Asiens und hat sich schon längst auch in europäischen Gewächshäusern, Wohnungen und Büroräumen durchgesetzt. Häufig wird sie wegen ihres typisch tropischen Aussehens wegen in botanischen Gärten angepflanzt, wo sie Exotenflair verbreitet. Wegen ihres dauerhaft geringen Höhenwachstums ist sie auch bei Palmenhäusern und dergleichen äußerst beliebt. Auch im Alter erreicht sie selten mehr als zwei bis drei Meter.
Die Wildform bringt charakteristischerweise mehrer Stämme hervor, während die in Kultur gezogenen Palmen meist einstämmig bleiben.
Vielfach wurde früher empfohlen, die Palme strikt nur in Innenräumen zu halten, da sie im Gegensatz zu anderen Palmen manchmal schon auf leichten Frost ‚verschnupft’ reagiert. Temperaturen unter Null Grad sollte sie gemeinhin niemals ausgesetzt werden. Selbstverständlich kann die Zwergdattelpalme aber von Frühsommer bis Frühherbst wie andere Kübelpflanzen auch nach draußen gestellt werden. Ein halbschattiger Standort bewähren sich dabei am besten, die direkte Sonneneinstrahlung kann zu vertrocknenden Blättern führen.
Die Palmwedel von Phoenix Roebelenii sind wesentlich zarter und feiner aufgebaut als die größerer Arten, daher zeigen sich auch Schädigungen des Blattgewebes umso schneller. Nährstoffmangel und pralle Sonne sind die häufigsten Gründe für den Verlust der blaugrünen Blattfärbung. Besonders beim Übergang vom Zimmer ins Freie muss der Pflanze ausreichend Zeit gegeben werden, um sich an die neuen Lichtverhältnisse zu gewöhnen. Wird die Palme im Haus gehalten, ist ein besonders heller Standort aber unerlässlich. Geringe Luftfeuchtigkeit muss durch umso konsequenteres Gießen kompensiert werden.
Die Zwergdattelpalme sollte in ein lockeres, durchlässiges Substrat gebettet werden. Von reinem Humus oder Torferde ist Abstand zu nehmen, da damit zuviel Wasser zurückbehalten wird. Das Gießwasser sollte von der Erde eher leicht durchgelassen werden, was am besten durch Tonbruch- oder Kiesmischungen erreicht wird.
Da diese Art einen recht hohen Wasserbedarf hat, sollte sie im Sommer häufig gegossen werden. Dabei sollte das Erdreich im Pflanztopf durchgängig befeuchtet werden. Vor dem nächsten Gießen muss die Erde wieder gut abgetrocknet sein, was im Sommer schon nach zwei bis drei Tagen der Fall sein kann. Im Winter wird entsprechend weniger gegossen, in Abhängigkeit von der Temperatur, in der sich die Palme befindet.
Gerade die Zwergdattelpalme zeigt bei guten Bedingungen Phasen starken Wachstums. Um dies zu ermöglichen und auch beizubehalten, muss regelmäßig gedüngt werden. Spezielle Palmendünger können aus dem Fachhandel bezogen werden und werden wöchentlich bis zweiwöchentlich dem Gießwasser zugesetzt oder direkt in die Erde verabreicht.
Die Palmengewächse besitzen nur eine einzige Zone, in der Gewebsbildung, also Wachstum stattfindet. Diese Zone (das Meristem) befindet sich am Ansatz der Wedel. Das Beschneiden der Palme ist also nicht zielführend, es können bestenfalls störende Blätter eine handbreit über ihrer Basis gekappt werden.