Pflanzen, welche Veränderungen im Hinblick auf die Farbe bzw.
die Form vorweisen, sind sehr wahrscheinlich von einem Virus befallen.
Das Eindringen der Viren erfolgt durch Verletzungen der Pflanze, welche
auch sehr klein sein können. Daraufhin gelangen die Viren in das innere
der Zelle. Im Gegensatz zu den Bakterien können die Viren jedoch nicht
aktiv in die Zelle eindringen.
Die Viren sind sehr kleine Erreger, welche man mit dem bloßen
Auge keineswegs sehen kann. Viren können nicht nur bei Pflanzen,
sondern natürlich auch bei Menschen und Tieren Krankheiten entstehen
lassen. Pflanzenviren sind, wie alle anderen Viren auch, keine
selbständigen Organismen, was bedeutet, dass sich diese auch nur in
tierischen Zellen vermehren.
In den meisten Fällen werden die Viren von Insekten durch das
Saugen des Saftes von Pflanze zu Pflanze übertragen Die zweithäufigste
Ursache für die Übertragung einer Viruskrankheit sind Geräte mit denen
die Pflanze durch den Mensch in Berührung kommt. Dies zu vermeiden ist
mit etwas Rücksicht gar kein Problem. Achten Sie deshalb stets darauf,
dass Sie Ihre Scheren und Messer nach der Pflege der Pflanzen mit
Seifenwasser abwaschen, um diese zu sterilisieren.
Die häufigsten Virusüberträger bei Zimmerpflanzen sind
Thripse und weiße Fliegen. Sobald die Viren in die Zellen der Pflanze
gelangen, führen diese zu Wachstumsstörungen der Pflanze. Darüber
hinaus treten sehr oft – wie eingangs erwähnt – Farb- sowie
Formveränderungen auf. Zudem sind auch Missbildungen einzelner Teile
der Pflanze möglich.
Achten Sie darauf, dass Sie niemals Stecklinge bzw. Samen
einer viruserkrankten Pflanze nehmen, um Nachkommen zu pflanzen, da
sich die Virusinfektion automatisch auch auf die Nachkommen überträgt.
Leider gibt es keine effektive Möglichkeit, um gegen einen
Pflanzenvirus vorzugehen. Aus diesem Grund ist es am besten, wenn man
die betroffene Pflanze vernichtet, da man auf diese Weise verhindert,
dass weitere – gesunde – Pflanzen angesteckt werden.