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Kletterpflanzen

Dipladenia Pflege

Lisa Schneider

Veröffentlicht

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Dipladenien Pflege

Dipladenien sind auch unter der Bezeichnung Mandevilla bekannt. Es handelt sich bei diesen Pflanzen um Klettersträucher, die zur Familie der Hundsgiftgewächse zählen. Ihre Herkunft ist im Dschungel Südamerikas, jedoch werden sie auch bei uns bereits seit mehr als 100 Jahren als Topf- und Kübelpflanzen kultiviert. Die immergrünen Kletterpflanzen tragen den ganzen Sommer lang weiße, rosafarbene, rote oder gelbe Blüten und umfassen mehr als 120 verschiedene Arten. Dipladenien gelten als schnellwüchsige Schlingsträucher und können bei optimaler Nährstoffversorgung innerhalb kürzester Zeit weit in die Höhe wachsen. Dabei erreichen sie eine Länge von bis zu sechs Metern und sind daher sehr beliebt, um Balkone und Fensterbretter mit ihnen zu schmücken. Die Dipladenien verfügen über dunkelgrüne, glänzende Blätter, welche leicht behaart sind und an kurzen Stielen stehen. Aus den nicht fühlbaren Drüsen, welche sich in den Blättern befinden, tritt bei einer Verletzung ein weißer, bitter schmeckender Milchsaft aus, welcher als leicht giftig gilt. Die Pflanzen haben fünf Kelchblätter, welche sich zu einer großen Trichterblüte öffnen, die bis zu fünf Zentimetern groß werden kann.

Die Blütezeit der Dipladenien erstreckt sich von Mai bis zum Herbst und über den ganzen Sommer hinweg werden immer neue Knospen ausgebildet. Der angenehme Duft der Blüten ist ein Magnet für zahlreiche Insekten, wie zum Beispiel Bienen und Hummeln, welche auch für die Bestäubung zuständig sind. Im Anschluss an die Blüte treten Kapselfrüchte zum Vorschein, welche in ihrem Inneren über längliche, behaarte Samen verfügen. Möchte man eine größere Blütenfülle erreichen, so sollten reifende Früchte entfernt werden. Auf diese Weise wird ein unnötiger Energieverbrauch der Pflanze verhindert.

Der optimale Standort

Um Pilzerkrankungen vorzubeugen, sollte man den Dipladenien einen optimalen Standort bieten. Stehen die Pflanzen zu schattig oder werden übermäßig mit Wasser versorgt, so kann eine Pilzerkrankung die Folge sein, welche durch ein Verfärben der Blätter erkennbar ist. Dann sollte man die angegriffenen Pflanzenteile unmittelbar entfernen und diese über den Hausmüll entsorgen, damit sich die Pilzsporen nicht zum Beispiel in einem Komposthaufen weiter vermehren können. Insbesondere auf Staunässe reagieren Dipladenien empfindlich und diese kann zum Absterben der Triebe führen.

Die richtige Pflege

Insbesondere die Bewässerung von Dipladenien kann eine Herausforderung darstellen, da diese zwar regelmäßig, jedoch sparsam erfolgen sollte. Die Pflanze ist in der Lage, auch einige Tage vollständig ohne Wassergaben zu gedeihen, jedoch gilt grundsätzlich, dass der Wurzelballen nicht austrocknen darf. Insbesondere in wärmeren Perioden sollte man die Dipladenien regelmäßig mit Wasser versorgen, Staunässe ist dabei jedoch unbedingt zu vermeiden. Dazu wird das überschüssige Wasser aus den Übertöpfen oder Untersetzern entfernt, da ansonsten die Wurzeln angegriffen werden können, was im schlimmsten Fall zur Fäulnis führt. Bei einer übermäßigen Wasserzugabe kann man zwar zahlreiche neue Triebe feststellen, die Blüten jedoch werden nur dürftig ausgebildet. Während des Winters sollte der Wurzelballen vor Austrocknung geschützt werden, jedoch werden Dipladenien in der kalten Jahreszeit grundsätzlich weniger gegossen.

Da Dipladenien nicht winterhart sind, werden diese überwiegend in Pflanzkübeln kultiviert. Aus diesem Grund verfügen sie über einen erhöhten Nährstoffbedarf. Daher sollte man die Blumenerde bereits bei der Pflanzung mit Kompost oder Torf anreichern. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, das Gießwasser alle zwei Wochen mit Flüssigdünger für Blühpflanzen zu vermengen. Während ihrer Blütezeit haben Dipladenien den höchsten Nährstoffbedarf. Im Spätsommer sollte man das Düngen einstellen, da die Pflanzen bereits im August die Winterruhe einleiten und während der kalten Jahreszeit im Zimmer überwintern. Sobald die Dipladenien im Frühjahr wieder neu austreiben, kann man erneut mit der Düngerzugabe beginnen.

Schnittmaßnahmen

Um auch im Folgejahr eine üppige Blüte zu garantieren, sollte man die Dipladenien im Herbst mit einem Rückschnitt versehen. Eine Ausbildung von Blüten erfolgt lediglich am einjährigen Holz. Aus diesem Grund sollte man die Triebe nach der Blütezeit zu zwei Dritteln zurückschneiden und auf diese Weise das Wachstum der Pflanzen anregen. Bei einem Formschnitt ist es bereits ausreichend, wenn man nur die Seitentriebe entlang der Haupttriebe kürzt. Auch ein stärkerer Rückschnitt stellt kein Problem für die Dipladenien dar. Wurden die Schnittmaßnahmen nicht bereits im Herbst durchgeführt, so kann man dies im Frühjahr vor dem Austrieb der Pflanzen nachholen.

Krankheiten und Schädlinge

Dipladenien gelten als sehr empfindlich in Bezug auf Stress. Länger anhaltende Hitze- oder Trockenperioden machen die Pflanzen anfällig für Schädlinge, wie zum Beispiel die Weiße Fliege. Um einem Befall vorzubeugen, ist die Anbringung von Gelbtafeln rund um die Pflanzen ratsam. Liegt bereits ein starker Befall vor, so sollte man mit Pflanzenschutzmitteln arbeiten. Ist die Luft zu trocken, so rollen sich die Blätter der Dipladenien ein. Zusätzlich können die Blätter der Pflanze ab Anfang Mai häufig von Blattläusen befallen sein. Besonders während der Überwinterung sind die Dipladenien anfällig für Wollläuse. Stellt man einen zu starken Schädlingsbefall fest, so ist ein radikaler Rückschnitt im Spätwinter die beste Lösung.

Expertentipp

Dipladenien sollte man grundsätzlich mit kalkarmen, temperiertem Wasser gießen. Als optimal dafür hat sich Regenwasser herausgestellt.

Häufig gestellte Fragen

Wie gestaltet sich die Überwinterung der Dipladenien?

Als Pflanzen mit tropischem Ursprung gelten Dipladenien als sehr kälteempfindlich und sollten daher bereits vor dem ersten Frost in ihr Winterquartier ziehen. Dieses sollte hell sein und über eine Temperatur zwischen fünf und zwölf Grad Celsius verfügen. Lässt man die Dipladenien kühl überwintern, so findet in den Monaten Oktober bis März eine Ruhepause statt. Während dieser Zeit sind sie weniger zu gießen, der Wurzelballen darf jedoch nicht austrocknen. Überwintern die Pflanzen bei einer Temperatur um zwanzig Grad Celsius, darf die Pflege wie gewohnt weitergeführt werden und es werden fortlaufend Blüten ausgebildet. Fällt die Ruhepause jedoch vollständig weg, so kann dies zu einer reduzierten Blütefülle führen.

Wie werden Dipladenien vermehrt?

Dipladenien zu vermehren ist sehr kompliziert, da ihre Bewurzelungsrate nicht sehr hoch ist. Dazu sollte man zunächst etwa zehn Zentimeter lange Stecklinge aus den Triebspitzen der Pflanzen schneiden und im Anschluss alle Blätter bis auf ein einzelnes Blattpaar entfernen. Die Triebspitzen werden in Bewurzelungspulver getaucht und anschließend in ein Gemisch aus Erde und Sand oder alternativ in Anzuchterde gesteckt. Nachdem die Töpfe angegossen wurden, deckt man diese mit durchsichtiger Folie ab und öffnet die Abdeckung für einige Zeit nicht. Eine andere Möglichkeit stellt ein Mini-Gewächshaus dar, welches sich gut schließen lässt. Erhalten die Stecklinge ausreichend Wärme über zwanzig Grad Celsius und viel Licht, so werden nach einigen Wochen die ersten neuen Triebe gebildet. Ab diesem Zeitpunkt wird die Folienabdeckung täglich angehoben, um für frische Luft zu sorgen. Dies macht man so lange, bis mehrere junge Triebe erkennbar sind. Sobald die neue Pflanze kräftig genug ist, wird sie ohne eine Abdeckung in einen größeren Topf gesetzt.

Ab wann kann man Dipladenien kaufen?

Dipladenien werden in den meisten Fällen bereits blühend verkauft, daher sind sie bereits ab Mai erhältlich.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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